Author Archiv: Kathrin Stickel

Orange

Schnelle Fakten zu Orangen

  • Orangen sind richtige Vitamin C Bomben! So stärken sie ihr Immunsystem und schützen ihren Körper.
  • Orangen haben im Winter Saison, es bietet sich also besonders dann an, auf die gesunde Frucht zurückzugreifen.
  • Ihre Artenvielfalt macht sie Abwechslungsreich- Mandarinen, Blutorangen oder die klassische Orange, für jeden ist etwas dabei.
  • Die Orangensaison ist im Winter, wenn heimische Früchte knapp sind. Besonders in der kalten Jahreszeit, spendet sie uns wichtige Nährstoffe und Vitamine.
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Orange Steckbrief

Eigenschaften:ballaststoffreich, hoher Vitamin C Gehalt, antioxidativ, verdauungsfördernd
Behandlung:Oxidativen Stress bekämpfen, Vorbeugung Krankheiten wie Krebs, Haut stärken, Verdauung stärken, Schlaganfall
Sammelzeit:Hochsaison im Winter, ganzjährig zu kaufen
Wissenschaftlicher Name:Citrus sinensis
Standort:Brasilien, Amerika, Mittelmeerraum, China, Südafrika
Volksmund:Apfelsine
Inhaltsstoffe:Ballaststoffe, Vitamine (z.B. Vitamin C), Antioxidantien, Flavonoide, sekundäre Pflanzenstoffe, Folsäure, Thiamin, Kalium, Säuren, ätherische Öle
Verwendbare Teile:Fruchtfleisch, Saft, Abrieb der Schale, auch die weißen Häute sind essbar und gesund
Pflanzentyp:Rautengewächse- Zitruspflanzen

Orange- Arten und Saison

Orangen sind ein typisches Winterobst, zwischen November und März ist eine besonders große Auswahl in den Supermärkten und Läden zu finden. Hier hat die Orange in den Anbaugebieten Saison. Die meisten Orangen stammen hier aus Südeuropa- Spanien und Portugal. Brasilien ist heute der größte Orangenproduzent der Welt.

Es gibt mehr als 400 verschiedene Oragensorten, dazu gehören auch Blutorangen, Clementinen, Kumquats, Valencia, Navel und Cara Caras. Die beliebteste Gruppe sind die Süßorangen.

Auch Bitterorangensorten werden angebaut, diese werden oft als Marmeladenzutat oder Zierfrucht genutzt.

  • Orangen wachsen an bis zu 8 m großen Bäumen, welche ganzjährig mit grünen, glänzenden Blättern bedeckt sind.

Herkunft und Geschichte

Orangenbäume stammen vermutlich aus Asien und wurden im Laufe der Zeit nach Afrika, Südeuropa und Indien verbreitet. In Spanien und Portugal werden seit dem 9. Jahrhundert Orangen in Plantagen angebaut.Durch weit verbreiteten Vitamin C Mangel wurde die Orange immer beliebter und war fester Bestandteil der Ernährung.

Die Menschen erkannten so schon sehr früh, wie wichtig und gesund Zitrusfrüchte sind. Nach Amerika wurden die Früchte vermutlich im 15. Jahrhundert gebracht und werden dort auch heute noch gerne angebaut.Orangen werden auch häufig Apfelsinen genannt. Dies leitet sich vom Namen „Apfel aus China“ ab. (Lat. Sina heißt chinesisch)

Orangen in der Küche

Wie schält man eine Orange? Wie verarbeite ich Orangen am besten?

Die Schale der Orange sollte vor dem Verzehr entfernt werden. Doch viele fragen sich: Wie schält man eine Orange am besten? Wir zeigen Ihnen die schnellsten und besten Tipps.

Mit den Fingern schälen:

  • Loch in die Orange stechen
  • Schale nach und nach entfernen
  • Vorteil: keine Hilfsmittel
  • Nachteil: umständlich, dauert lange

Orange – Einritzen

 

Einritzen

Enden der Orange mit einem Messer abschneiden

 

Einritzen

Einmal längs einritzen

  • Mit dem Daumen unter der Schale entlangfahren
  • Vorteil: geht schnell
  • Nachteil: Messer als Hilfsmittel

Orange – Filetieren

 

Filetieren

Enden der Orange abschneiden

 

Filetieren

Entlang der Schale nach unten schneiden nach Form der Orange

 

Filetieren

Alle weißen Stellen entfernen

 

Filetieren

Fruchtfleisch zwischen den Zwischenhäute herausschneiden (durch weiße Linien erkennbar)

 

Filetieren

  • Orangenreste ausdrücken, um den restlichen Saft zu gewinnen
  • Nachteil: Es kann passieren, dass viel Fruchtfleisch verloren geht, Übung macht den Meister! Zeitintensiv
  • Vorteil: zarte Filets ohne störende weiße Häute

Kann man das Weiße bei der Orange mit Essen?

Viele Menschen entfernen sehr penibel das Weiße an der Orange, die Häute und Trennschichten der Orange. Sie sind etwas zäh und stören viele Menschen. Gesundheitliche Gründe gibt es dafür aber keine.

Die Weiße Haut hat viele gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe. Es ist also reine Geschmackssache, ob sie die Haut und weißen Trennschichten entfernen oder einfach mitessen.

Lagerung Orangen

Orangen sollten vor Sonne geschützt werden, ansonsten bei Raumtemperatur, z.B. in der Obstschale lagern. Verbrauchen sie die Orangen zeitnah, durch längeres Lagern verbessert sich die Qualität nicht. Bei Zimmertemperatur sind sie ca. 2 Wochen haltbar. Bitte legen sie Orangen nicht in den Kühlschrank, sie vertragen keine Kälte.


Tipp: Lagern sie Orangen und andere Früchte nicht mit Äpfeln gemeinsam. Diese geben ein Reifungshormon ab, was dazu führt, dass die Orangen schneller schlecht werden.

Kauftipps

Wenn im Winter die heimischen Früchte knapp sind, bieten sich Orangen und andere Zitrusfrüchte an. Sie liefern uns die wichtigen Vitamine, welche wir besonders in der kalten Jahreszeit dringend benötigen. Orangen reifen nicht stark nach. Deshalb werden sie bereits reif geerntet. Achten sie beim Kauf auf einen intensiven Geruch und auf eventuelle Beschädigungen oder Schimmel an den Früchten. Vor allem wenn sie mehrere Orangen im Netz kaufen, schauen sie sich die Früchte genau an.

Tipp: Schauen sie auf die Beschaffenheit der Schale. Hat die Orange grobe Poren, spricht das für wenig Saft. Ist sie sehr fein, ist das ein Hinweis auf Saftigkeit.

Verwendbare Teile

Meist wird die Orange geschält und das Fruchtfleisch wird verzehrt. Aber auch die Schale wird gerne verwendet. Beispielsweise enthalten viele Backrezepte den Abrieb einer Orangenschale als Zutat. Zu empfehlen ist hier, Bioorangen zu nutzen, da die Belastung von Schadstoffen und Spritzmitteln meist geringer ist.
Besonders beliebt ist auch der frisch gepresste Orangensaft.

Zu beachten ist hier, dass durch die reine Saftaufnahme wichtige Ballaststoffe wegfallen und so mehr Zucker aufgenommen wird. Also am besten Fruchtfleisch verzehren. Viele Orangensäfte, welche fertig zu kaufen sind werden zusätzlich mit Zucker angereichert. Ein Blick auf die Produkttabelle lohnt sich also.

Schadstoffe und Belastung

Laut einem Bericht des NDR und dem Experten Udo Lampe scheinen Orangen generell ehr wenig mit Schadstoffen belastet zu sein.12 Die dicke Schale schützt das Fruchtfleisch. Deshalb am besten immer schälen und im Anschluss die Hände gut waschen.

Tipp: Wer die Schale mitverwenden will, sollte Bioorangen kaufen. Diese sind meist weniger mit Pestiziden und Konservierungsmitteln belastet.

Nährwertangaben Orange- Welche Vitamine sind in Orangen?

100g rohe Orangen enthalten durchschnittlich 47 Kalorien (kcal). Sie enthält viel Wasser, wenig Fett und ist reich an Vitamin C, Thiamin und vielen anderen Vitaminen, sowie Calcium und Folsäure. Ein Blick in die Nährwertangaben zeigt, welche gesunden Inhaltstoffe und welche Vitamine in der Orange stecken.

100g rohe Orangen enthalten durchschnittlich 1 :

Nährwertangaben
1 Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 43
% Tageswert*
Gesamtfett 0,2g 0%
Gesättigte Fettsäuren g 0%
Trans Fat g
Cholesterin 0mg 0%
Natrium 1,0mg 1%
Gesamtkohlenhydrate 11,75g 4%
Ballaststoffe 2,4g 7%
Gesamtzucker 9,3g
Enthält g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß 0,94g

Vitamin D 0mcg 0%
Calcium 40mg 4%
Eisen 0,1mg 0%
Kalium 181mg 4%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.

Orangen für die Gesundheit- wie gesund sind Orangen?

Unterstützung des positiven Lebensstils durch Antioxidantien

Orangen und andere Zitrusfrüchte sind reich an Antioxidantien 2 . Studien gehen davon aus, dass Antioxidantien dazu beitragen uns vor chronischen und degenerativen Krankheiten zu schützen und unsere Körperzellen gesund zu halten.

Sie kämpfen gegen Oxidativen Stress, welcher durch eine Ansammlung freier Radikale, in unserem Körper entsteht.

Die Forscher geben die Empfehlung, Antioxidantien direkt aus der Nahrung zu beziehen und auf Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten. 3 Weitere klinische Forschungen wären hier wünschenswert, um die genauen Auswirkungen auf unseren Körper und dessen Krankheitspräventionen zu erforschen.

Kalzium (Calcium) für unsere Knochen

Orangen enthalten sehr viel Kalzium im Vergleich zu anderen Früchten. Wir brauchen dieses Mineral für unsere Knochen, Zähne und verleiht ihnen Stärke und Stabilität. Auch bei unseren Nervenzellen und deren Übertragung von Reizen, spielt Kalzium eine durchaus wichtige Rolle.

Der Körper eines Erwachsenen benötigt täglich 1000 mg Kalzium. Dieser Bedarf ist über die Nahrung zu decken. Orangen haben pro 100g 40 mg Kalzium, ein Glas Milch dagegen etwa 300 mg. 17

Wer sich also vegan ernährt und keine Milchprodukte zu sich nimmt, der kann und sollte durch Obst wie Orangen und anderen Lebensmittel wie Nüssen, Kräutern und Oliven den Bedarf decken.

Verdauungsfördernd

Orangen haben viele Ballaststoffe, was unsere Verdauung anregt. Auch wirkt sie entwässernd und fördert so unsere Verdauung. Ballaststoffe sind für viele weitere Bereiche unseres Körpers wichtig:

Eine Zusammenfassung der Universität Kentucky aus dem Jahr 2009 hebt die wichtige Bedeutung von Ballaststoffen nochmals hervor:

„Personen mit hoher Zufuhr von Ballaststoffen scheinen ein signifikant geringeres Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit und bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen zu haben. Die Erhöhung der Ballaststoffaufnahme senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel im Serum.“ 16

Krebsprävention- Krebsrisiko verringern

Die Antioxidantien spielen auch in Bezug auf das Krebsrisiko verschiedener Krebsarten eine große Rolle. Eine Studie, welche die Zusammenhänge zwischen der Aufnahme von Zitrusfrüchten in der Nahrung und dem Brustkrebsrisiko untersucht hat, kam zu spannenden Ergebnissen.

  • Wer eine hohe Menge an Zitrusfrüchten zu sich nahm, konnte die das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um ca. 10 % verringern. 5
  • Auch das Risiko an Bauchspreicheldrüsenkrebs7 , Speißeröhrenkrebs7 , Magenkrebs7 zu erkranken, sinkt nachweislich durch den Verzehr von größeren Mengen Zitrusfrüchten.
  • Vitamin C in Orangen für unser Immunsystem- Erkältung und Vorbeugung und schnellere Genesung

100 g Orangen enthalten 53,2 Vitamin C 1 Vitamin C hilft unserem Immunsystem stark zu sein und Krankheitserreger schnell zu bekämpfen. So kann die Dauer eines Atemwegsinfekts oder einer Erkältung durch Vitamin C, in Verbindung mit Zink, nachweislich verkürzt werden. 4 Eine Orange (ca. 150g) deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C zu 130 % ab. 11

Haut stärken- potentielle Anti Aging Wirkung

In einer Studie der Universität Catania wurde festgestellt, dass die Einnahme von Rotorangenextrakt die Hautabwehr stärken kann.

Ein Schutz vor Lichtalterung und die Minderung von Pigmentflecken wurde beobachtet. 9 Orangen haben also ein großes Potential verjüngend und schützend auf unsere Haut zu wirken.

Schlaganfallrisiko senken

Untersuchungen im Journal der American Heart Association belegen, dass durch den vermehrten Verzehr von Zitrusfrüchten, insbesondere Orangen und Grapefruits, das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall, bei Frauen gesenkt werden kann.

Es konnte eine 19 % verringertes Risiko festgestellt werden. Laut Dr. Aedin Cassidy ist besonders das Vitamin C mit dem geringeren Schlaganfallrisiko verbunden. 10

Sind Orangen am Abend gesund?

Orangen in Maßen sind zu jeder Tageszeit gesund! Jedoch gibt es Menschen, welche durch einen empfindlichen Magen, am Abend besser keine säurehaltigen Lebensmittel essen sollten. Es kommt zu saurem Aufstoßen oder Sodbrennen. Falls sie zu dieser Gruppe Menschen gehören, verzichten sie besser auf Orangen am Abend. Generell wird empfohlen, nur kleine Mengen Zitrusfrüchte zu verzehren, besser mehrere Portionen auf den Tag verteilen.

Tipp: Wer akutes Sodbrennen spürt, kann durch etwas Milch oder etwas Brot die Symptome etwas lindern

Vergleichstabelle Ananas und Orange

NameAnanasOrange
Kalorien50,00 kcal47,00 kcal
Vitamin C47,8 mg53,2 mg
Wasser86g86,75 g
Kohlenhydrate
Davon Zucker
13,12 g davon 9.85 g Zucker11,75 g davon 9,35 g Zucker
Ballaststoffe1,4 g2,4 g
Eiweiß0,54 g0,94 g
Fett0,12 g0,12 g
Calcium 13 mg40 mg
Natrium 1 mg0 mg

Ballaststoffe sind wichtig für unsere Verdauung und für viele weitere Bereiche unseres Körpers:
Eine Zusammenfassung der Universität Kentucky aus dem Jahr 2009 hebt die wichtige Bedeutung von Ballaststoffen nochmals hervor:

„Personen mit hoher Zufuhr von Ballaststoffen scheinen ein signifikant geringeres Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit und bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen zu haben. Die Erhöhung der Ballaststoffaufnahme senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel im Serum.“3

  • Orangen enthalten etwas mehr Ballaststoffe als Ananas, beide sind jedoch sehr reich an diesen wichtigen Bestandteilen.
  • Orangen enthalten etwas weniger Zucker als Ananas
  • Ananas und Orange sind beides sehr fettarme Früchte.
  • Wenn man an Orange denkt, hat man gleich den hohen Vitamin C Gehalt im Kopf. Aber die Ananas kann durchaus mithalten. Sie enthält nur minimal weniger Vitamin C
  • Orangen sind bekannt für ihren hohen Calcium Gehalt Kalzium (Calcium)
    Orangen enthalten sehr viel Kalzium im Vergleich zu anderen Früchten wie der Ananas. Wir brauchen dieses Mineral für unsere Knochen, Zähne und verleiht ihnen Stärke und Stabilität. Auch bei unseren Nervenzellen und deren Übertragung von Reizen, spielt Kalzium eine durchaus wichtige Rolle. Der Körper eines Erwachsenen benötigt täglich 1000 mg Kalzium. Dieser Bedarf ist über die Nahrung zu decken. Orangen haben pro 100g 40 mg Kalzium, ein Glas Milch dagegen etwa 300 mg.4 Wer sich also vegan ernährt und keine Milchprodukte zu sich nimmt, der kann und sollte durch Obst wie Orangen und anderen Lebensmittel wie Nüssen, Kräutern und Oliven den Bedarf decken.
  • Ananas dagegen enthalten 1 mg Natrium, Orangen dagegen keines. Natrium wird auch für unsere Nervenzellen und Muskeln benötigt.5
  • Ein wichtiger und nicht zu vergessener Punkt ist das Enzym Bromelain in der Ananas. Es ist in keiner anderen Frucht in größeren Mengen enthalten. Es ist jedoch für unsere Gesundheit sehr wichtig!

Ananas kann mit der gesunden Orange also durchaus mithalten und ist eine gute Alternative bei Allergien gegen Zitrusfrüchte. Durch sein Bromelain, sollte Ananas regelmäßig verzehrt werden.

Nebenwirkungen

Orangen sind potentielle Allergieauslöser. Viele Menschen sind gegen Zitrusfrüchte allergisch. Es treten Symptome wie Juckreiz oder Hautauschlag aus, auch eine Schwellung im Halsbereich kommt bei Allergikern vor und sollte nicht unterschätzt werden. Wenn sich bei ihnen Symptome zeigen, suchen sie einen Arzt auf.

Die Säure in den Orangen kann auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Viele Leute klagen über Sodbrennen und saures Aufstoßen. Nehmen sie deshalb nur kleine Mengen zu sich und reduzieren bei Beschwerden die Menge.

Wenn sie Betablocker einnehmen (Medikament bei Herzerkrankungen), sollten sie kaliumhaltige Lebensmittel nur in Maßen konsumieren. Betablocker führen zu einem kaliumanstieg im Blut und dies kann besonders für nierengeschädigte Personen gefährlich werden.

CBD – Cannabidiol


Schnelle Fakten zur CBD ÖL

  • Ein weiterer Vorteil von CBD ist die angstlösende Wirkung
  • Laut aktuellen Forschungen sind die Vorteile für die Gesundheit des Menschen von Cannabis Öl stark im Kommen
  • Cannabidiol beispielsweise in Form von CBDÖl ist eine natürliche Substanz mit einer erstaunlich großen Anzahl an positiven Wirkungen auf 
  • CBD Öl kann Übelkeit verringern

Wer den aktuellen Produktmarkt für natürliche Heilmittel und die neuesten Trends in der Naturmedizin verfolgt, stößt sehr schnell auf CBD-Öl. Was steckt hinter diesem Hype?  Welche Wirkung, Nutzen und Gefahren stecken dahinter? Wir wollen ihnen Antworten auf ihre Fragen geben und CBD näher betrachten.

Was ist CBD (Cannabidiol)?

Wenn man von Cannabis, Hanf oder Marihuana spricht, denken die meisten Menschen an das THC (Tetrahydrocannabinol), welches bei Einnahme eine berauschende Wirkung hervorruft. Noch deutlich weniger bekannt, aber äußerst wichtig, ist die Cannabisverbindung CBD (Cannabidiol).

Dies ist einer der wichtigsten Inhaltsstoffe von Cannabis und wird zu den Cannabinoiden gezählt. Es ist in hoher Konzentration vorhanden und kann in der Medizin in vielen Bereichen einsetzt werden!

Geschichte Cannabis

Erst seit kurzem wird die nützliche Wirkung von CBD in der Medizin wieder mehr genutzt. Doch bereits vor vielen, tausenden Jahren, haben die Menschen Hanföl in ihren Behandlungsmethoden gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt.

In den 30er Jahren wurde medizinischer Cannabis vielerorts verboten, da die Missbrauchsgefahr als zu hoch eingestuft wurde.

CBD- Produkte und Anwendungsarten

Cannabidiol-Öl (CBD-Öl )

CBD-Öle sind die am wenigsten verarbeiteten und natürlichsten CBD- Produkte. Sie werden direkt aus der Hanfpflanze gewonnen und sind sowohl in den Samen, als auch in Blüten und Stielen vorhanden. In diesen Ölen ist CBD in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten.  

  • Am Wirksamsten sollen die Öle sein,  welche alle natürlichen Cannabisverbindungen enthalten. Aber Achtung, hier können auch THC und andere Cannabinoide vorkommen.

CBD-Öl 10 %

Auf der Suche nach dem passenden CBD-Öl findet man verschiedene Dosierungen. Meist zwischen 5% und 20  % CBD im Öl. Das entspricht einem Anteil von 1000 mg Cannabidiol pro 10 ml CBD-Öl.

CBD- Konzentrat

Des Weiteren gibt es auch CBD-Konzentrat, meist in Tropfenform, zu kaufen. Hier ist die CBD Konzentration höher, dadurch ändert sich auch die Dosierung. Als Tipp für Einsteiger:

  • Testen sie erst eine niedrigere Dosierung, bevor sie ein Konzentrat nutzen. So können sie die Wirkung und Reaktion ihres Körpers erst testen.

CBD-Tinktur

In Tinkturen werden mit Hilfe von Alkohol die Wirkstoffe extrahiert. Diese Methode wird gerne genutzt, da hier genau gemessen werden kann, wie viel CBD enthalten ist. Auch Aromen oder andere Öle werden hier oft mit verarbeitet.

CBD-Kapseln

Eine bequeme Methode sind die CBD-Kapseln. Ein großer Nachteil ist, dass die Dosis wenig individuell dosierbar ist.

Lotion, Gel, Pflaster

Auch CBD-Produkte welche die Wirkstoffe über die Haut aufnehmen, gibt es zu kaufen. Hierzu zählen Lotionen, Gels und Pflaster, welche direkt auf die Haut aufgetragen werden und das CBD so ins Blut gelangt.

Diese Methode wird empfohlen, wenn ein Effekt an Haut, Muskeln und Gelenken erzielt werden will.

Lebensmittel mit CBD: Kaugummis, Bonbons, Kaffee, etc.

Auf dem Markt finden Sich immer mehr legale Cannabis-Produkte mit CBD Verbindung. Diese sind sehr beliebt. Vom Kaugummi bis Kaffee ist fast alles zu entdecken. Nachteil an diesen Produkten ist, dass nicht genau festgestellt werden kann, wie viel CBD vom Körper tatsächlich aufgenommen wird.

CBD-Pulver

Auch in Pulverform kann CBD aufgenommen werden. Hier wird das Pulver in Flüssigkeit aufgelöst. Bitte beachten Sie, hochwertige Pulver sind mit wenig Zusatz- und Auffüllstoffen angereichert. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnt sich also.

CBD- Sprays

Wer eine geringere Dosis testen möchte, für den sind auch Sprays zu empfehlen. Die Flüssigkeit wird hier direkt in den Mund gesprüht.

Weitere Produkte und Einnahmemöglichkeiten

Neben den oben beschriebenen Einnahmemöglichkeiten sind auch Inhalationslösungen, Produkte zum Rauchen und Tees auf dem Markt zu finden.

Wo kann ich CBD-Öl kaufen und auf was muss ich achten?

Sowohl im Internet als auch in Drogerien (z.B. DM, Rossmann) sind CBD-Öl Produkte vertreten. Generell wird empfohlen vor Einnahme mit einem Arzt über Nutzen, Gefahren und Dosierung zu sprechen. Ansonsten gibt es CBD-Produkte rezeptfrei zu kaufen.

Beim Kauf ist wichtig darauf zu achten, dass sie Produkte wählen, welche auf Schadstoffe und Verunreinigungen getestet wurden. Der Markt ist riesig und schwarze Schafe sind nur bei genauer Recherche zu erkennen.

Schauen sie auch ob und in welchen Mengen THC (Mirkodosen möglich) vorhanden ist. Meine Empfehlung: Entscheiden sie sich für das Produkt, indem kein THC vorhanden ist.

Auch die CBD- Konzentration ist unterschiedlich. Auf dem Produkt muss vermerkt sein, wie viel Milligramm CBD im Produkt stecken.

Wie nimmt man CBD-Produkte ein?

Bitte lesen Sie die jeweilige Packungsbeilage sorgfältig und seien sie mit der Dosierung anfangs vorsichtig.

Einnahme CBD-Öl

CBD-Öl ist meist in einer Flasche mit Pipette gefüllt. Die Dosis wird meist unter die Zunge geträufelt und nach einer kurzen Wirkungszeit geschluckt.

Einnahme CBD-Kapseln

CBD-Kapseln werden oral, mit reichlich Wasser eingenommen.

Einnahme CBD- Tinkturen und –Konzentrate

CBD Tinkturen und Konzentrate werden ebenfalls oral eingenommen und meist unter die Zunge gegeben.

Einnahme über die Haut

Über die Haut gelangt das CBD direkt in die Blutbahn. Hierfür wird die Lotion oder Gel direkt auf die Haut aufgetragen und zieht über die Hautschichten ein.

Pflaster werden nach Anleitung aufgeklebt und haben einen ähnlichen Effekt.

Lebensmittel mit CBD

Kaugummis, Bonbons, Kaffee, etc. werden in der angegebenen Dosierungsmenge, je nach Produkt, gekaut, gelutscht oder getrunken.

CBD-Pulver

Das CBD-Pulver wird in Wasser aufgelöst und getrunken. Je nach Produkt kann es auch in Saft oder anderen Flüssigkeiten aufgelöst werden.

CBD- Spray

Das Spray wird je nach Anleitung mit einzelnen Sprühstößen, meist 2-3, direkt in den Mund gegeben.

Richtige Dosis CBD-ÖL

Erst einmal ist es unverzichtbar, die beiliegende Beschreibung genau zu lesen. Bitte achten sie auch darauf welche Menge CBD im jeweiligen Produkt steckt. Dies ist meist mit Milligramm Angabe oder in Prozenten angegeben. Wie bereits beschrieben sind meist 5-20% Cannabidiol im Öl. CDD-Öl 10% wird häufig angeboten.

  • In Deutschland zählt CBD-Öl zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Was sehr verwirrt, Hersteller und Händler dürfen keine Dosierung empfehlen und aufführen.

Begonnen wird meist mit einem niedrigen CBD Anteil im Öl z.B. 5%. Wenn sie mit der Einnahme beginnen reichen beispielsweise 3 Tropfen, morgens und abends für die Testphase aus. Je nach Stärke der Beschwerden und Symptome kann die Dosis erhöht werden.

Jeder Körper reagiert anders auf bestimmte Stoffe, so auch auf Cannabisverbindungen wie CBD. Generell gilt, beginnen sie mit einer niedrigen Dosierung und passen diese ggf. an. Dabei hilft es genau zu dokumentieren, ob und wie sich der gewünschte, gesundheitliche Effekt zeigt. Sprechen sie hier auch mit ihrem Arzt über die passende Dosierung, je nach Situation und Beschwerden. Auch das individuelle Körpergewicht sollte mit in die Dosierung einbezogen werden.

Inhaltsstoffe- Was ist in CBD Öl enthalten?

Es gibt sehr unterschiedliche Qualitäten von CBD-Öl. So unterscheiden sich auch die Inhaltsstoffe deutlich. Am wichtigsten ist, dass kein bzw. kaum THC im Produkt enthalten ist. Manche CBD Produkte werden auch künstlich mit CBD angereichert, hier ist z.B. Rapsöl das Grundöl. Qualitativ hochwertige Produkte haben wenig Füllmaterial und das CBD wird direkt aus Hanföl gewonnen.

Neben den wichtigen Cannabinoiden sind im Öl auch wichtige Omega3 und 6 Fettsäuren enthalten, welche eine entzündungshemmende Wirkung haben und für die Zellerneuerung wichtig sind.

Vitamine, Mineralstoffe  und Spurenelemente sind weitere wichtige Inhaltsstoffe, welche die gesundheitsfördernde Wirkung unterstützen sollen.

Die grüne Farbe erhält das Öl durch Chlorophyll welches eine optimale Zellversorgung mit Sauerstoff ermöglicht. Dies unterstützt die Entgiftung des Körpers und stärkt das Immunsystem.

Wirkung

Wie wirkt CBD?

Die meisten Cannabinoide haben die Fähigkeit an Rezeptoren anzudocken und dort zu stimulieren.

Die sogenannten CB1-Rezeptoren kommen in hoher Anzahl, vor allem im Gehirn, vor und können hier unter anderem die Bereiche Wahrnehmung, Gedächtnis, Bewegung und Emotionen beeinflussen.

Die zweite bekannte Art der CBD-Rezeptoren sind die sogenannten CB2 Rezeptoren. Diese kommen häufiger im Immunsystem vor.

THC dockt hauptsächlich an CB1-Rezeptoren im Gehirn an und wirkt hier berauschend auf unseren Körper.

CBD dagegen wirkt überall und bevorzugt keine Rezeptorenart.

Im Körper sind auch eigene Cannabinoide vorhanden. Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass CBD den Körper dazu leitet, mehr eigene Cannabinoide zu nutzen.

Alles zusammen wirkt im Endocannabinoidsystem unseres Körpers, welches zentrale Körperablaufe reguliert. So wirkt auch CBD auf dieses System und kann so großen Einfluss beispielsweise auf die Immunabwehr, den Appetit, entstehende Ängste und  unseren Schlaf haben.

Die gesundheitlichen Vorteile von CBD können genutzt werden, nur die psychoaktive Wirkung,  im Gegensatz zu THC, ist nicht vorhanden. Aus diesem Grund ist CBD in so großem Interesse. Es wird sogar vermutet, dass CBD ausgleichend auf einige THC Effekte wirkt, in dem es mit THC um die CB1 Rezeptoren kämpft

 

Wie schnell und wie lange Wirkt CBD-Öl und andere CBD-Produkte?

Jeder Mensch zeigt unterschiedliche Wirkungseffekte auf Cannabisverbindungen. Aus diesem Grund ist es schwierig allgemein geltende Aussagen zu treffen. Je nachdem wie schnell es in die Blutlaufbahn gelangt kann die erste Wirkung nach ca. 15 Minuten bis wenigen Stunden auftreten.

Abgrenzung zu Hanföl Extrakt /Hanfsamenöl

Auf der Suche nach dem passenden CBD-Produkt stoßen viele auch auf Hanföl und die Frage stellt sich, ob dieses Produkt vergleichbar ist.

Wie schon oben beschrieben ist CBD eine Verbindung die aus der „Cannabis sativa“ gewonnen wird.

Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Hanf und Cannabis stammen beide von der Mutterpflanze „cannabis sativa“ ab, unterscheiden sich allerdings in wichtigen Eigenschaften:

Die ursprünglichsten, also die am wenigsten veränderten Pflanzen werden meist als Hanf bezeichnet. Ist THC in signifikanten Mengen vorhanden wird von Cannabis gesprochen. Dies führt häufig zu Verwirrung. Der größte Unterschied ist also die Menge THC, welches in den Pflanzen in verschiedenen Mengen vorkommt. Je nach Veränderung der Pflanze durch Züchtung, enthält sie mehr oder weniger THC.

Das normale Hanföl, welches im Lebensmittelgeschäft erhältlich ist, enthält kein THC und auch kein CBD. Eine Verwendung in der Küche lohnt sich dennoch, es enthält viele wichtige Nähstoffe wie ungesättigte Fettsäuren und Proteine.

Viele CBD- Produkte werden aus Hanföl hergestellt. Hier werden Öle aus den Harzdrüsen der Pflanze gewonnen, diese enthalten CBD aber kaum THC.

Abgrenzung zu Cannabisöl

Achtung! Cannabisöl wirkt berauschend und wird aus der Cannabispflanze hergestellt. Je nach Produkt enthält es unterschiedliche Mengen THC und CBD. In Deutschland ist es nicht legal erhältlich und mit gefährlichen Nebenwirkungen verbunden.

Anwendung- Für was ist CBD-Öl?

CBD wird vielseitig eingesetzt. Es soll bei verschieden Krankheiten wie Epilepsie, Diabetes und ADHS helfen, aber auch positive Auswirkungen auf Angstzustände und Schlafstörungen haben. Einige empfehlen es bei Übergewicht oder als Unterstützung beim Nikotinentzug. Wichtig ist zu wissen, dass CBD aktuell noch sehr wenig wissenschaftlich erforscht ist. Hier muss in den nächsten Jahren einiges überprüft und bestätigt werden.

CBD-Öl im Alltag

CBD- Öl und andere Produkte sollen in verschieden Bereichen unseres Lebens für positive Effekte sorgen. Bei Krankheiten und anderen gesundheitlichen Problemen schwören einige Menschen auf CBD. Dies reicht von Migräne und anderen Schmerzen bis hin zur Nebenbehandlung schwerer Krankheiten.

Schlafstörungen

Als Alternative zu Schlafmitteln wird CBD-Öl immer häufiger empfohlen. Es soll entspannend, ausgleichend und beruhigend wirken. Als Nebenwirkungen taucht Müdigkeit in vielen Erfahrungsberichten auf.

Übergewicht

Als Nebenwirkung wird teilweise von Appetitlosigkeit gesprochen. Diesen Effekt nutzen manche Menschen bewusst um Übergewicht zu bekämpfen und Hilfe beim Abnehmen zu finden.

Rauchentwöhnung und Nikotinsucht

In einer Pilotstudie der University College London wurden Rauchern, welche mit dem Rauchen aufhören wollten, Dosen CBD durch Inhalation verabreicht. Im Vergleich zur Placebogruppe sank bei den Probanden mit CBD-Dosis die Anzahl an gerauchten Zigaretten deutlich. Dies stellt ein Hinweis dar, dass Cannabidiol auch bei dem Vorhaben mit Zigaretten rauchen aufzuhören, eine gute Unterstützung sein kann. 3

Schmerzen

Cannabinoide unterdrücken entzündliche und langanhaltende Schmerzen. Forscher untersuchten in verschiedenen Studien, wie sich die Einnahme auf chronische Schmerzen auswirken. Bei Ratten und Mäusen konnte eine deutliche Wirkung festgestellt werden. Dies bedeutet auch für uns Menschen, dass CBD und andere Cannabinoide ohne psychoaktive Wirkung helfen können, chronische Schmerzen zu unterdrücken. 2

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Krankheiten

Epilepsie

Bei Epilepsie wird CBD-Öl bereits eingesetzt. Eine Anzahl der Anfälle konnte verringert werden und auch positive Nebeneffekte, wie beispielsweise Verbesserung des Schlafverhaltens, wurden beobachtet. Hier sind weitere, ausführlichere Studien wünschenswert.

Diabetes Typ 1

Aus einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann ein Diabetes Typ 1 hervorgehen. In Untersuchungen welche 2016 veröffentlicht wurden, konnte festgestellt werden, dass durch CBD die Entzündung der Bauchspeicheldrüse vermindert werden kann. Dies könnte für eine Behandlung mit Blick auf Diabetes von großem Nutzen sein. 6

Depressionen

Cannabidiol als natürliches Antidepressiva gewinnt aktuell an großem Interesse. An Ratten wurde CBD als Antidepressiva getestet und eine positive Wirkung festgestellt. So könnte es auch Menschen bei Depressionen zukünftig helfen. 8

Akne

Die entzündungshemmende und – lindernde Wirkung von CBD könnte auch bei Akne eine zentrale Behandlungsstrategie darstellen. Eine wichtige Studie untersuchte die Talgproduktion unserer Haut in Verbindung mit CBD. Eine deutlich verminderte Produktion wurde festgestellt. 7

ADHS

ADHS äußert sich häufig mit Unkonzentriertheit, Angststörungen und Depressionen. Hier kann CBD helfen, die negativen Symptome von ADHS einzudämmen. An den Rezeptoren unseres Endocannabinoidsystems kann CBD die Botenstoffe beeinflussen, was hilft die Verbindung zwischen Nervensystem und Gehirn zu normalisieren. Bei ADHS arbeiten diese Botenstoffe häufig im Über- oder Untermaß.

Angstzustände/ Angststörungen

CBD hat auch Auswirkungen auf unsere Stimmung und unser Befinden. So kann es auch bei Angstzuständen positiv auf unseren Körper wirken. Menschen die unter Angststörungen leiden wird oft vom Cannabiskonsum abgeraten. THC kann hier negative Auswirkungen haben und weitere Angstzustände auslösen. Untersuchungen zu CBD in der Therapie bei Angststörungen klingen sehr vielversprechend. Besonders bei Zwangsstörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, soziale Angststörungen und allgemeinen Angststörungen kann CBD helfen. Weitere Forschungen stehen in diesem Bereich noch aus und können in Zukunft weitere wichtige Erkenntnisse bringen. 5

Krebs

Cannabinoide werden in der alternativen Krebsbehandlung eingesetzt. Gerade bei Hirntumoren werden dringend Alternativen gesucht, da diese Tumore gegen bisherige Therapien häufig mit Resistenz reagieren. Cannabinoide können eine Antikrebs-Wirkung erzielen und stimulieren die Krebszellen. 1

Bisher werden Cannabinoide in der Krebstherapie zur Schmerzlinderung und zur Linderung einiger Symptome wie Erbrechen eingesetzt. Dabei wurde das Potential erkannt, dass CBD auch für die Abtötung und Bekämpfung von Krebszellen eingesetzt werden könnte. 4

Auch andere Krebsarten wie Lungenkrebs, Blutkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs könnten bald erfolgreich mit CBD behandelt werden.

Vorbeugung

CBD-Öl kann auch vorbeugend für verschiedene Probleme und Krankheiten eingenommen werden. Viele Erfahrungsberichte zeigen auf, dass Menschen CBD-Öl vorbeugend gegen Diabetes, Folgen von Stress, für ein ausgeglichenes und entspanntes Wohlbefinden und als Stärkung des Immunsystems einnehmen.

Nebenwirkungen

In verschiedenen kleineren Untersuchungen wurden auch die Nebenwirkungen von CBD untersucht und beachtet. Am Häufigsten ist von Müdigkeit zu lesen. Auch Durchfall und Appetitlosigkeit, sowie damit verbundenen Gewichtsveränderungen kommen gelegentlich vor.

Auf das zentrale Nervensystem scheint CBD allerdings keine signifikanten, negativen Auswirkungen zu haben.

Auch was die Dosis angeht, scheint der menschliche Körper mit verschiedenen CBD Dosen umgehen zu können.

Bitte beachten sie, jeder Körper reagiert unterschiedlich auf CBD. Seien sie deshalb besonders zu Beginn der Einnahme vorsichtig. So können eventuell auftretende Nebenwirkungen schnell erkannt und die Dosis angepasst werden.

CBD ist insgesamt noch nicht ausreichend erforscht. 

 

CBD Zulassung in Deutschland

Überall wird gerade über CBD-Öl berichtet. CBD ist in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel  zugelassen und so in vielen Geschäften frei verkäuflich. Dies bedeutet aber auch, dass es nicht als Therapie für Krankheiten beworben werden darf und dass wenige Kontrollen stattfinden müssen. Auch in der EU wird gerade darüber diskutiert, wie CBD zukünftig eingeordnet werden soll und welchen Auflagen es unterliegen muss.

CBD-Öl hilft auch Tieren

Für die besten Freunde der Menschen, unsere Haustiere, gibt es ebenfalls zahlreiche CBD- Produkte. Die Ähnlichkeit der Rezeptoren für Cannabinoide lassen vermuten, dass auch für Tiere gesundheitliche Vorteile in der Einnahme von CDB liegen. Verbesserung des Fells und Haut, Linderung von Schmerzen/Entzündungen, Vermeidung häufiger Infekte, Verbesserung der Beweglichkeit sind die häufigsten Gründe für die CBD Gabe bei Tieren. Als Tinktur oder in Form von Leckerlies können die Vorteile also auch für ihr Tier genutzt werden. Die Dosis hängt auch hier vom Gewicht und vom gesundheitlichen Zustand ab. Bitte sprechen sie mit ihrem Tierarzt über CBD für ihr Tier und beginnen sie mit einer geringen Dosis.

Erfahrungen CBD-Öl

In verschiedenen Foren wird über die persönlichen Erfahrungen von CBD berichtet. Einige sind vom Naturprodukt vollkommen überzeugt und schwärmen von der gesundheitlichen Wirkungen des Produkts. Andere sind verwirrt über Dosis und Effekte. Der Geschmack von CBD-Öl sei etwas gewöhnungsbedürftig. Es schmeckt leicht bitter und erdig.

 

Schwangere  und Stillende Frauen sollten daher kein Risiko eingehen und auf CBD verzichten. Auch Heranwachsenden und Kindern sollte ohne Begleitung durch einen Arzt kein CBD gegeben werden

Lavendel


Schnelle Fakten zu Lavendel

  • Beruhigungsmittel und zur Wundbehandlung.
  • Lavendel ist leicht im Garten zu kultivieren. Mit ein paar kleinen Tricks und unseren Anbau Tipps, fühlen sie sich in ihrem Garten, wie in einem Lavendelfeld in Südfrankreich.
  • Auch in der Küche ist der Lavendel, als Gewürz vielseitig einsetzbar. 
  • Viele Lavendelprodukte lassen sich selbst herstellen. Ob Lavendeltee zur Beruhigung oder ein entspannendes Lavendelbad.
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Steckbrief Lavendel

Eigenschaften:desinfizierend, antiseptisch, antimykotisch, entspannend, galltreibend, durchblutungsfördernd, beruhigend, krampflösend, schlafverbessend, karminativ
Behandlung:unruhiger Schlaf/Einschlafprobleme, Angstzustände, Depressionen, Kopfschmerzen, Diabetes, Wunden, Insektenstiche
Astrologische ZuordnungMerkur, Jupiter, Sonne
Blütezeit:Juni- August
Sammelzeit:Juni-August, sobald alle Blüten geöffnet sind
Wissenschaftlicher Name:Lavendula angustifolia (echter Lavendel)
Standort:Sonnige Plätze mit nicht zu trockenem Boden, meist Mittel und Südeuropa
Volksmund:blaues Gold, Hirnkraut, Nervenkraut, Schwindelkraut, Römischer Thymian, Zitterblümchen
Inhaltsstoffe:Linalylacetat, Linalool, Lavanulol, Geraniol, Phytosterole, Nerol, Borneol, Cineol, ästherische Öle, Flavonoide, Säuren, Cumarin, Gerbstoffe
Unterstützende Edelsteine:Katzenauge, Diamant, grüner Turmalin, Silberauge, Opalit
Verwendbare Teile:Blüten und Blätter
Pflanzentyp:Familie der Lippenblütler (Labiatae)

Lavendel- Ist Lavendel ein Gewürz?

Lavendel ist eine beliebte Pflanze, welche ihre Heimat in Mittelmeerländern wie Frankreich, aber auch auf den Kanarischen Inseln und Indien hat. Sowohl bei Gärtnern, als auch bei Parfümeuren wird sie häufig genutzt. Die Garten- und Zierpflanze mit lila-violetten Blüten, an langen Stängeln, wächst in sonnigen Gebieten, braucht aber auch etwas Wasser.

Lavendel kann hervorragend als Gewürz verwendet werden und passt zu vielen mediterranen, aber auch süßen Gerichten. Lavendel ist Bestandteil vieler Gewürzmischungen wie „Kräuter der Provance“. Es ist nicht nur ein hervorragendes Gewürzkraut, sondern wird auch als Heilmittel eingesetzt. Seinen Nutzen erkannten die Menschen bereits sehr früh.

Ursprung und Geschichtliches rund um den Lavendel

In der Antike wurde Lavendel als Antidot bei Vergiftungen eingesetzt. Auch die Ägypter und Römer nutzten den Lavendel als Balsam oder beruhigendes Mutmacherkraut vor den Schlachten. Die Römer nutzten auch Lavendelbäder, daher auch der lateinische Name „lavare“, was bedeutet „sich waschen“. Im Mittelalter wurde es bereits zur Linderung von Kopf-Nerven- und Zahnschmerzen eingesetzt.

Auch Hildegart von Bingen erkannte schon früh die besondere Wirkung von Lavendel. Ob als Mittel gegen Läuse und Motten im Schrank oder bei Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Unruheständen. Auch Paracelsus empfahl es zur Schmerzlinderung und Nervenleiden.

Ein magisches Anwendungsgebiet hatte und hat der Lavendel ebenfalls. Er diente für die Luftfrischhaltung, aber auch zum Schutz vor Geister und Zauberei. Einige Menschen sind überzeugt, der Lavendelduft soll gegen Liebeskummer helfen und anregen über die Liebe nachzudenken.

Im 17. Jahrhundert entdeckten die Menschen auch die desinfizierende Wirkung. Menschen die auf Lavendelfeldern arbeiteten, steckten sich nur sehr selten mit Tuberkulose an.

Lavendel ist bis heute weit verbreitet im Einsatz und Anbau. Beeindruckend sind die riesigen Lavendelfelder, welche vor allem in Südfrankreich zu finden sind. Die Wochenmärkte in Nyos, Sault und Apt sind empfehlenswert. In Digne-les-Brains gibt es jährlich eine Parade im Zeichen des Lavendels.

Lavendelsorten-Wie sieht echter Lavendel aus?

Botaniker unterscheiden mehrere Lavendelarten. Die bekannteste ist die „Lavandula agustifolia“- der echte Lavendel.  Die Untersorten unterscheiden sich in Größe, Blütenfarbe und Blütenanordnung, hier ein paar Beispiele:

  • „Folgate“ (intensiver Duft, lila Blüten)
  • „Hidcote“ (beliebte Sorte mit dunkelblauen Blüten)
  • „Alba“ (weißer Lavendel)
  • „Bowlees“ (hellblaue Blüten)

Der meiste Lavendel wird in südlichen Ländern auf großen Lavendelplantagen angebaut.  Es gibt zahlreiche, weitere „Lavandula“ Arten, wie „intermeida“ oder „stoechas“. Wichtig und wissenswert ist der Unterschied zwischen Lavendel und Lavandin. Also zwischen

Echter Lavendel
„Lavandula angustifolia”
Lavandin
“Lavandula x hybrida“
Sehr feiner Geruch Starker, intensiver Geruch
Eine Blütenrispe am Stängel Hat meist zwei Verzweigungen am Stängel
Zur Ölherstellung werden 130kg Rispen pro Liter benötigtZur Ölherstellung werden 40 g Rispen pro Liter benötigt
Kann als Heilmittel verwendet werdenNICHT als Heilmittel geeignet
Anwendung: Heilmittel, Parfüme, hochwertige ÖleAnwendung nur in der Industrie: Putzmittel

Lavendel im Garten

Lavendel pflanzen

Lavendel kann sehr gut im Garten kultiviert werden. Neben seiner tollen Optik und dem angenehmen Duft, bringt er auch gesundheitliche Vorteile mit sich, welche genutzt werden können. Auch für unsere heimischen Insekten, ist Lavendel eine tolle, duftende Nahrungsquelle. Haben sie im Garten einen sonnigen, warmen geschützten Ort frei? Dann wäre der Lavendel ein perfekter Bewohner.

Wann sollte man Lavendel schneiden/zurückschneiden?

Es gibt zahlreiche Meinungen und Tipps, wann und wie der Lavendel am besten geschnitten werden sollte.
Manche Gärtner empfehlen einen Rückschnitt im Frühjahr, andere im Sommer nach der Blüte.
Wir haben sehr viel Lavendel im Garten, meine Erfahrung und Tipps sind folgende:

  • Rückschnitt nach der Blüte, also Ende August/Anfang September.
  • So hat die Pflanze im Herbst und Winter Zeit nochmals etwas nachzutreiben, im Frühjahr kann sie ohne „Altlasten“ frisch treiben. Die Blüten werden kraftvoller und schöner.

Wie schneidet man Lavendel?

  • Nach der Blüte werden die Lavendelpflanzen zurück geschnitten
  • Dafür mit einer Gartenschere arbeiten.
  • Vom Stängel wird bei der Hälfte der Belaubung abgeschnitten (Also rein der Teil angeschaut, welcher Blätter hat). Dies kommt einem relativ viel vor. Jedoch treibt die Pflanze etwas nach. Um zu vermeiden, dass die Pflanze immer höher wird, großzügig und genau arbeiten.

Wann blüht Lavendel?

Lavendel blüht je nach Sorte zwischen Juni und August. Meist sind alle Blüten Ende August verblüht.

Lavendel überwintern

Lavendel „Lavandula angustifolia“ kann gut überwintert werden. Er bevorzugt einen sonnigen, geschützten Platz. Dieser kommt ihm auch beim Überwintern zugute. Die Pflanze ist mehrjährig. Blüht also im nächsten Frühjahr/Sommer wieder auf. Für einen guten Wuchs und eine nicht zu hohe Pflanze, einmal jährlich zurückschneiden, wir empfehlen den Rückschnitt nach der Blüte. Pflanzen in Kübeln, über den Winter, gut abdecken oder in Garage oder an einen etwas geschützten Platz stellen.

Lavendel gegen Mücken, Motten und Läusen

Lavendel ist ein altes Hausmittel gegen Mücken, Motten und Läuse. Neben Hildegart von Bingen, schwören viele Menschen auf die Wirkung und hängen sich Lavendelsäckchen in ihren Kleiderschrank.

Wichtig ist, diese regelmäßig zu wechseln, da der Duft und so auch die Wirkung nach und nach verschwindet. Auch als Lavendelöl, auf der Haut aufgetragen soll es vor Steckmücken schützen. In Zeiten der Pest wurde Lavendel verstreut, um Pestläuse abzuwehren.

Lavendel sammeln oder kaufen

Bei uns in Deutschland wächst Lavendel nicht einfach so am Wegesrand. Meist wird er in Gärten oder Grünanlagen angepflanzt. Wer also keinen Garten hat, kann Lavendel auch beim Gärtner kaufen. Hier gibt es die duftende Pflanze sowohl im Topf, als auch Zweigebündel.

Die Lavendelsaison startet im Frühjahr. Achten sie beim Kauf darauf, dass sie „echten Lavendel“ also „Lavandula angustifolia“ kaufen. Nur dieser kann als Heilmittel angewendet werden.

Lavendel haltbar machen

Wer lange Freude an Lavendel haben möchte, kann diesen trocknen.

Dafür wird der Lavendel, in der vollen Blüte, mit den Stängeln abgeschnitten, gebündelt und Kopfüber aufgehängt. Wenn der Lavendel trocken ist, können sie die Blüten abzupfen und in ein Luftdichtes Gefäß, am besten ein Schraubglas geben oder direkt verarbeiten. Als Lavendelsäcken hilft es bei Unruhe und Schlafproblemen und soll auch gegen Motten im Kleiderschrank helfen.

Verwendung in der Küche

Zu was passt Lavendel?

Lavendel kann sehr gut als Küchenkraut und Gewürz verwendet werden. Generell ist darauf zu achten, nur sehr kleine Mengen zu verwenden. Bitte achten sie auch darauf, dass sie echten Lavendel verwenden.

  • Lavendelblätter oder -blüten passen sehr gut in die mediterrane Küche und kann für Fleisch gut verwendet werden.
  • Geflügel,
  • Lamm, aber auch Fisch bieten sich an. Zu Ziegenkäse oder andere Käsesorten passt er geschmacklich sehr gut.
  • Gerne wird Lavendel in Kombination mit Rosmarin, Thymian oder anderen mediterranen Kräutern kombiniert.

Auch in Süßspeisen wird er gerne eingebaut. In Kuchen, Eis, Desserts und in seiner Lavendelhonig-Variante ist er häufiger Bestandteil ausgefallender und leckerer Süßspeisen.

Lavendel als natürliches Heil- und zugelassenes Arzneimittel

Inhaltsstoffe und Anwendungsbereiche

Als magenfreundliches Kraut wird Lavendel gerne bezeichnet. Eine lindernde Wirkung im Kopfbereich wird ihm ebenfalls zugeschrieben. Seine Anwendungsbereiche gehen über

  • Schlafprobleme,
  • Kopfschmerzen und
  • rheumatischen Beschwerden,
  • bis zu Geschwüren,
  • Erkältungen und
  • Hautkrankheiten.

Er wird sowohl in Arzneimitteln, als auch in Kosmetika häufig verwendet. Auch gilt er in der Naturmedizin als krampflösend und blähungstreibend und wirkt potentiell bei

  • Wechseljahrsbeschwerden,
  • Nervenleiden,
  • Schlaganfall,
  • Lähmungen und
  • Altersschwäche.
  • Durch seine desinfizierende Wirkung wird Lavendel auch in Putzmitteln und Raumsprays eingesetzt.

Wichtige Inhaltsstoffe sind in den Blüten gespeichert. Ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe und viele andere Wirkstoffe sind im Lavendel enthalten.

Lavendel Tabletten und Kapseln

Lavendel gibt es auch hochdosiert als Tablette oder Kapsel, auch als zugelassene Medikamente. Meist wird dies durch den Arzt verordnet. Eine selbstständige Einnahme, ohne ärztliche Empfehlung ist nicht ratsam. Blähungen und Bauchschmerzen können auftreten.

Lavendelöl

Anwendungsbereiche

Lavendelöl ist das am häufigsten verwendete, ätherische Öl weltweit. Es wird bereits seit Jahrhunderten verwendet.1 Im Kopfbereich findet Lavendelöl häufig Anwendung, beispielsweise bei Kopfschmerzen. Auch wird es bei Einschlafproblemen empfohlen. Hierfür einen Tropfen Öl aufs Kopfkissen geben.

  • Bitte halten sie stets Dosierungsempfehlungen ein.

Auch bei Rheumatischen Beschwerden kann Lavendel helfen. Dafür wird das Öl nach Anleitung eingerieben. Auch als Schutz gegen Insektenstiche und bei kleinen Verletzungen kann es auf die Haut aufgetragen werden.

Achtung! Ätherische Öle sind meist hochkonzentriert und können die Haut auch reizen. Bitte die jeweiligen Hinweise beachten und das Öl ggf. verdünnen.

Wirkstoffe im Lavendelöl

Laut einem Bericht der Universität Charles Sturt, soll Lavendelöl antibakteriell, antimykotisch, beruhigend, antidepressiv, karminativ (muskelentspannend) wirken und bei Verbrennungen und Insektenstichen wirken.1  Jedoch wird auch hier betont, dass es viel zu wenige wissenschaftliche Studien gibt, welche die Heilwirkung von Lavendel und Lavendelöl wissenschaftlich untersuchen. Es gibt Belege zur Wirkung traditioneller Verwendung, aber auch umstrittene Daten und Stimmen.

Die Lavendelblüten bestehen aus 1-3 % ätherischem Öl, dieses setzt sich durch Linalylacetat und Linalool zusammen. Weitere wichtige Wirkstoffe sind Flavonoide und Gerbstoffe.

Lavendelöl kaufen oder selbst herstellen?

Wer Lavendelöl kaufen möchte, wird in der Apotheke oder im Reformhaus fündig.

  • Bei qualitativ hochwertigem Lavendelöl, aus echtem Lavendel, werden für 1 Liter Öl, 130 kg Lavendelrispen benötigt.

Es bietet sich also wirklich an, Lavendelöl in guter Qualität zu kaufen und nicht selbst zu machen.
Es gibt auch zahlreiche Tipps und Rezepte zu finden, das Lavendelöl selbst herstellen. Jedoch ist es sehr schwierig und aufwendig an die gekaufte Qualität heran zu kommen.

Zum Selbermachen empfehlen wir Lavendeltee oder Lavendelbadezusätze. Diese brühen sie am besten frisch auf. Sie können getrocknete oder frische Blüten verwenden.

Lavendeltee- einfach selbst gemacht

Lavendeltee wird gerne als sanftes Schlafmittel und zur Beruhigung eingesetzt. Dafür 2 TL Lavendelblüten mit 250 ml gekochtem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen und Blüten anschließend herausfiltern. Langsam getrunken wirkt er beruhigend und wird auch bei nervösen Darmbeschwerden wie Durchfall gerne eingesetzt.

Lavendelbad- Lavendelbadezusatz selbst herstellen

Wer sich mit Hilfe von Lavendel, bei einem Vollbad entspannen will, kann Lavendelzusatz ins Badewasser geben. Dafür werden 50g Blüten mit einem Liter kochendem Wasser überbrüht, 10 Minuten ziehen lassen und Filtern. Zusatz ins Badewasser geben und bis zu 10 Minuten genießen, entspannen und beruhigen.

Risiken- Ist Lavendel giftig für Menschen?

  • Innerlich sollte Lavendel nur in sehr geringen Mengen eingenommen werden. Bei einer Überdosierung kann es zu einem gereizten Magen oder Kopfschmerzen kommen.
  • Allergische Reaktionen, beim Auftragen von Lavendelöl, auf die Haut sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Bitte achten sie auf eine genaue Dosierung. Hochkonzentrierte ätherische Öle können auch Schleimhaut und die Haut reizen.
  • Wenn sie Probleme mit Krampfadern haben, mit einem Infekt kämpfen oder an einer Herz-Kreislauferkrankung leiden, sollten sie Lavendelöl nur mit ärztlicher Absprache verwenden.
  • Oft wird Lavendelöl auch für Babys und Kleinkinder empfohlen. Wenn es zu nah an den Gesichtsbereich gelangt, kann es zu Atemnot kommen. Bitte klären sie eine Verwendung und genaue Anwendung auch hier mit dem Kinderarzt ab. Wir empfehlen keine Verwendung für Kinder unter 2 Jahren.
  • Auch Asthmatiker sollten vorsichtig sein, ähnlich wie bei Kleinkindern, kann es zu Atemproblemen kommen.
  • Laut Dr. Martina Melzer, gibt es Hinweise darauf, dass Lavendelöl bei dauerhafter Anwendung, östrogene Auswirkungen auf unseren Körper hat. Dies wurde allerdings nur in Laborversuchen festgestellt.6

Gesundheitsfördernde Wirkung- nachgewiesene Wirkungen

Schlaf und Psyche

Das Linalylacetat und Linalool in den Blüten des Lavendels wirken sich positiv auf unseren Schlaf und unsere Psyche aus. 2 Wenn sie also unter nächtlichem aufwachen/ Wachphasen leiden oder schwer Einschlafen, kann ihnen etwas Lavendelöl helfen ruhiger in den Schlaf zu finden. Probieren sie es aus.

2013 wurde mit einem Lavendelpräperat (Silexan) in Wien untersucht, welche Auswirkungen dieses auf Menschen mit Angststörungen hat. Es konnte nach mehrwöchiger Einnahme eine positive Auswirkung auf die Komorbiditätsprobleme festgestellt werden. Die Schlafprobleme konnten gemindert und die Lebensqualität gesteigert werden, was sich auch auf das Gesamtkrankheitsbild auswirkt. Hervorzuheben ist, dass kaum Wechselwirkungen und Nebenwirkungen durch das Präparat festgestellt wurden.3

Angstzustände

Es gibt auch Hinweise darauf, dass Lavendel bei Angstzuständen helfen kann. Durch seine beruhigende Wirkung kann es angstlösende Effekte bringen.6  

Oft stehen Angstzustände in engem Zusammenhang mit einem guten Schlaf und der allgemeinen Lebensqualität. Wenn diese verbessert werden kann, steigt die Chance auf eine Verbesserung der Angstzustandssymptomatik generell.4

Wenn sie unter einer Angststörung oder Angstzuständen leiden, sprechen sie bitte mit einem Arzt über ihre Situation. Dieser kann ihnen genau Dosierungsempfehlungen geben und auch gemeinsam mit ihnen entscheiden ob ein Öl, Lavendel-Kapseln oder Bäder sinnvoll sind.

Depressionen nach der Geburt präventiv entgegenwirken

Eine sehr interessante Studie, welche die Auswirkungen auf das Depressionsrisiko von Frauen nach der Geburt, durch eine Aromatherapie mit Lavendel untersuchte, haben Forscher aus Indianapolis veröffentlicht. Es konnten erste Hinweise darauf dokumentiert werden, dass eine Aromatherapie nach der Geburt, das Risiko für Depressionen und Angstzustände senken kann. Eine quantitativ angelegte Studie wäre hier wünschenswert.5

Kopfschmerzen lindern

In einer neurologischen Studie, wurden erstmals die Wirksamkeit von Lavendelöl, bei der Behandlung von Migräne untersucht. Das Lavendelöl wurde hier inhaliert. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, wirkte das Lavendelöl bei den meisten Probanden und belegt, dass ätherisches Lavendelöl eine wirksame und mögliche Behandlungsmethode von Migräne-Kopfschmerzen sein kann.1

Wenn sie unter Kopfschmerzen leiden, können ein paar Tropfen Lavendelöl helfen, diese zu vermindern. Geben sie hierfür ein paar Tropfen Öl auf ihre Schläfen auf oder riechen sie an einem beträufelten Tuch.

Diabetes natürlich behandeln und den Körper schützen

In einer Tierstudie, welche 2013 veröffentlicht wurde, konnte belegt werden, dass ätherische Öle aus der „Lavandula Stoeca“ vor Diabetes schützt. Es wurde beobachtet, dass dieses gegen den Anstieg des Blutzuckerspiegels wirkt.

Die stark antioxidativen Eigenschaften begründen diese Effekte.6 Die Ergebnisse lassen schließen, dass Lavendelöl sowohl präventiv, als auch bei bestehendem Diabetes positive Effekte zeigen kann. Weitere Studien wären sinnvoll und wünschenswert.

Oxidativer Stress abbauen

Lavendelöl kann die Aktivität unserer Antioxidantien ankurbeln. So kann es uns helfen Krankheiten zu bekämpfen und oxidativen Stress abzubauen oder abzuschwächen. Eine Rumänische, pharmazeutische Studie bestätigt diese Effekte an Untersuchungen mit Ratten.7 Weitere Studien lassen diese Effekte ebenfalls bestätigen.8

Schlaganfall und Gehirnfunktion

Studien an Mäusen geben Hinweise darauf, dass Lavendelöl auch bei der Behandlung von Schlaganfall und anderen neurologischen Problemen, ein hohes Potential bietet. Das Inhalieren von Lavendelöl kann laut den Forschern, oxidativem Stress vorbeugen und Beeinträchtigungen durch neurale Anfälle lindern. Die antioxidative Wirkung wird hier als Begründung genannt. So kann Lavendelöl helfen, Nervenzellen zu erhalten und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.9

Insektenstiche und kleine Wunden

Ätherisches Lavendelöl lindert Schmerzen und hat eine antioxidative, entzündungshemmende Wirkung. Diese Effekte wurden schon seit sehr langer Zeit von den Menschen vermutet und genutzt. Mehrere aktuelle Studien bestätigen diese Annahme wissenschaftlich.

An Ohrödemen wurden diese Effekte nochmals untersucht und bestätigt. Es konnte eine analgetische und entzündungshemmende Wirkung beobachtet werden, was das therapeutische Potential des Lavendelöls nochmals unterstreicht.8

Diese Ergebnisse lassen schließen, dass auch bei Insektenstichen und kleinen Wunden Lavendelöl durchaus helfen kann, Schmerzen zu lindern, sowie Entzündungen zu hemmen. Bei großen offenen Wunden bitte kein Lavendelöl anwenden. Dieses vermutete Wundpotential wurde an einem Rattenmodell, 2016, bestätigt. Verletzungen von Ratten, welche mit Lavendelöl behandelt wurden, heilten signifikant besser.9

Fazit

Aktuelle Forschungen zu der Wirkung von Lavendelöl geben erste wissenschaftliche Belege. In Zukunft wären ausführlichere, intensivere Studien wünschenswert, um weitere, signifikante Ergebnisse und Wirkungen zu bestätigen.

 
Ist Lavendel für Tiere giftig? – Anwendungstipps Pferd, Hund und Katze

Hunde und Katzen machen meist einen weiten Bogen um den Lavendel. Dies liegt vermutlich am starken Geruch. Deshalb ist auch bei Aromaölen, wie Lavendelöl, Vorsicht geboten. Bitte sprechen sie eine Anwendung mit ihrem Tierarzt ab. Besonders bei Katzen ist einiges zu beachten, da sie bei einer zu starken Inhalation, Stoffwechselprobleme in der Leber bekommen können.

Bei den meisten Tieren wie Pferden, kann es in der richtigen Anwendung eine tolle therapeutische Unterstützung sein, Lavendelaromatherapie anzuwenden. Mögliche Anwendungsbereiche können Insektenabwehr, kleine Wunden, Pilzerkrankungen (z.B. an Hufen), Ekzeme und Insektenstiche sein. Auch an Silvester oder anderen Stresssituationen, kann Lavendelöl beruhigend wirken.

  • Hunde mögen Lavendel meist nicht gerne. Daher wird eine innerliche Anwendung, beispielsweise bei Verdauungsbeschwerden oder Entzündungen, häufiger empfohlen.

Generell sollte man vor einer Behandlung testen, ob ihr Tier mit dem Geruch gut klarkommt und nur geringe Dosen anwenden. Auch eine genaue Absprache mit dem Tierarzt ist hier sehr wichtig.

Herzgesundheit- 15 Tipps für ein gesundes, kräftiges Herz


Schnelle Fakten zu Herzgesundheit

  • Das Herz ist der größte Muskel in unserem Körper und lebenswichtig! Daher ist es so wichtig es gesund zu halten. Noch immer sterben jährlich 150 000 Menschen an einem Herzinfarkt- sorgen sie vor!
  • Mit herzgesunder Bewegung und der passenden Ernährung halten sie ihr Herz kräftig und stärken es. Was genau es zu beachten gibt, lesen sie in unserem Artikel.
  • Stress belastet unser Herz sehr und kann sogar einen Infarkt auslösen! Leben sie entspannt und natürlich gesund mit unseren Tipps zur Herzgesundheit.

Was ist alles gut fürs Herz? Wie kann man das Herz gesund halten? Dieses wichtige Thema wollen wir beleuchten. Das Herz, als größter Muskel unseres Körpers ist lebenswichtig und muss aktiv gepflegt werden. Doch wie gelingt es jedem einzelnen am besten, die Herzgesundheit zu fördern? Unsere 15 Herzgesundheit-Tipps werden ihnen helfen ihr Herz zu stärken!

Unser Herz

Unser Herz ist ein richtiger Powermuskel, er ist sogar der größte in unserem Körper. Täglich werden ca. 7.000 Liter Blut durch unseren Körper gepumpt. Nur durch unser Herz wird jede Zelle mit Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt. Dafür zieht es sich am Tag bis zu 100.000- mal zusammen und entspannt dann wieder. Eine enorme Leistung! Deshalb gilt es unser Herz gesund zu halten und auch die Gefäße elastisch und frei zu halten. Ungesunde Lebensgewohnheiten können hier schaden und Ablagerungen bedingen, was sich in Atherosklerose (Arterienverkalkung) zeigen kann.

Wie gesund ist mein Herz? – Machen sie den Test!

Ob sie gefährdet sind, an einer Herzschwäche zu leiden oder ob ihre Lebensgewohnheiten für ihr Herz bereits im grünen Bereich liegen, können Sie entweder selbst abschätzen, oder Sie gelangen mit Hilfe von einem Selbsttest zu einer ersten Einschätzung. Wer einen Schnelltest sucht, kann sich bei der deutschen Herzstiftung informieren und hier den Herztest machen.

Herztest der deutschen Herzstiftung

Aber auch der Gang zum Arzt kann präventiv gesehen sehr sinnvoll sein, hier stehen studienfundierte Tests zur Verfügung:

„Das individuelle kardiovaskuläre Risiko lässt sich heute ziemlich genau bestimmen. Auf der Basis von Studien mit Tausenden Teilnehmern wurde ermittelt, welcher Risikofaktor wie stark zu Buche schlägt. Und darauf basierend wurden dann standardisierte Risikorechner, wie zum Beispiel der PROCAM-Test, entwickelt, mit deren Hilfe der Arzt Ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko einschätzen kann.“1

Häufige Ursachen und Risikofaktoren für Herzerkrankungen

Um sein Herz gesund zu halten ist es wichtig, Risikofaktoren und häufige Ursachen für Herzerkrankungen wie Arteriosklerose und damit zusammenhängend der koronaren Herzkrankheit (KHK) zu kennen. An folgender Übersicht können sie erste Einschätzungen tätigen, ob sie ggf. vermehrt gefährdet sind und dringend etwas für ihr Herz ändern sollten.

RisikofaktorErklärung
Diabetes (Zuckererkrankung)Menschen mit Diabetes sind besonders gefährdet. Eine Minderdurchblutung wird hier oft nicht durch Schmerzen bemerkt. Diese stumme Ischämie kann Warnsignale unterdrücken, ein Herzinfarktrisiko ist somit erhöht. Des Weiteren beschleunigt ein hoher Blutzuckerwert die Arteriosklerose. Der Zucker verbindet sich mit Feinpartikeln im Blut und lagert sich an Gefäßwänden ab.

BlutfetterhöhungDas bekannte Stichwort ist hier „Cholesterin“. Das LDL-Cholesterin welches wir über fettreiche, meist tierische Lebensmittel wie Butter, Fleisch, Milchprodukte und Wurst, in gesättigten Fettsäuren aufnehmen, schadet hier unserer Gesundheit. Zu viel LDL-Cholesterin steigert das KHK und Herzinfarktrisiko, da es sich in den Blutgefäßen einlagert und zu Verengungen beiträgt. Ein Richtwert von 300 Milligramm Cholesterin pro Tag, sollte nicht überschritten werden. Zu beachten ist darüber hinaus, dass jeder Mensch eine andere Wirkung auf Cholesterin zeigt. Auch die Aufnahme des „guten“ Cholesterins HDL spielt eine wichtige Rolle. Hohe Werte verringern hier das Risiko sogar. Behalten sie deshalb ihren Cholesterinspiegel im Blick, dabei sollten stets die LDL- und HDL- Werte erfasst werden.1 2



Rauchen Auch das Rauchen ist ein großer Risikofaktor für die Entwicklung von Infarkt und Herzkrankheiten.

„Zigaretten enthalten eine Vielzahl
aggressiver Stoffe, die Schäden an den Innenwänden der Blutgefäße – unter anderem auch der Herzkranzgefäße – hervorrufen. Ausgehend von solchen Verletzungen kommt es mit der
Zeit zu Wandverdickungen, die die Versorgung des Herzens mit
Sauerstoff behindern.“1
BluthochdruckEine der größten Gefahren für unser Herz ist der Bluthochdruck. Rund 50 % aller Herzinfarkte und Schlaganfälle sind dadurch hervorgerufen. Die gute Nachricht, Bluthochdruck kann gut behandelt werden, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Nehmen sie deshalb Bluthochdruck ernst und kontrollieren ihn regelmäßig. Bluthochdruck überlastet unsere Blutgefäße. Wenn der Druck in den Gefäßen zu stark wird, werden diese übermäßig belastet. Risse können entstehen, was zu Atherosklerose führen kann.
Doch welche Werte sind gut für mein Herz?
Optimal ist in der Regel ein systolischer Blutdruck
zwischen 130 bis 139 mmHg und ein diastolischer Blutdruck zwischen 80 und 89 mmHg.1
BewegungsmangelBewegungsmangel und damit eingehergehendes Übergewicht bringt unseren Stoffwechsel häufig durcheinander. Diabetes, Bluthochdruck und Störungen im Fettstoffwechsel (zusammen auch metabolisches Syndrom genannt) entstehen durch den Bewegungsmangel. Aus diesem Grund zählt es zu einem der größten Risiken für Herzkrankheiten.1
Übergewicht Wer an Übergewicht oder Adipositas leidet, ist besonders gefährdet, Herz-Kreislauf- Erkrankungen zu entwickeln. Laut einer Metastudie kann das Risiko bis zu 10-fach erhöht sein.22
Besonders gefährlich ist auch das Bauchfett, welches bei Männern vermehrt ansetzt. Fettzellen im Bauchbereich schütten Stoffe aus, die Veränderungen an den Blutgefäßwänden begünstigen.1
Chronischer Stress- psychische BelastungenStress kann kurzfristig für unseren Körper überlebenswichtig sein. Dauert er aber länger an und wird chronisch, kann es gefährlich werden. Die Anzahl von weißen Blutkörperchen wird im Blut erhöht. Verklumpen diese können Arterien und Herzgefäße verstopfen. Es kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall kommen.3 4
Fehlfunktion in der FettspeicherungAuch schlanke Menschen sind in der Risikogruppe für Herzerkrankungen zu finden. Jeder fünfte Normalgewichtige hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Grund kann eine Fehlfunktion in der Fettspeicherung sein, eine Stoffwechselstörung. Anzeichen kann eine verminderte Fettanlagerung an den Oberschenkeln sein. 5

Herzinfarkt- Erkennen und Reagieren

„Immer noch sterben in Deutschland jedes Jahr fast 150.000 Menschen an den Folgen des Herzinfarkts“6

Warum ist das so? Ein Herzinfarkt ist ein Lebensbedrohliches Ereignis, besonders dann, wenn Kammerflimmern auftritt. Bei einem Herzinfarkt lösen sich Kalkablagerungen in den Gefäßen und verstopfen die Herzkranzgefäße. Dann wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und Muskelgewebe stirbt ab. Das führt häufig zum Tode und gehört auch immer noch zu einer der häufigsten Todesursachen in Industrieländern.

Viel zu oft werden Warnsignale nicht erkannt oder es wird zu spät reagiert. Betroffene können aber häufig gerettet werden, wenn der Rettungswagen rechtzeitig gerufen wird und die Symptome und Beschwerden richtig eingeordnet sind. Wir wollen sie aufklären um einen Herzinfarkt zuverlässig zu erkennen. Zögern sie bei Verdacht nicht den Notruf (112) zu wählen. Symptome können auch einzeln auftreten oder ausbleiben. Folgende sind besonders häufig:1 3 6

Häufige Herzinfarktsymptome bei Männer

Hinweise auf einen Herzinfarkt, welche häufig bei Frauen vermehrt oder zusätzlich vorkommen

Herzinfarktrisiko einschätzen

Welche Nahrungsmittel sollte man einen Herzinfarkt meiden? Was kann ich tun, um einen Herzinfarkt zu verhindern? Diese und viele andere Fragen rund um den Herzinfarkt und das Risiko diesen erleben zu müssen, beschäftigen viele Menschen. Generell sind die gleichen Risikofaktoren, wie auch für andere Herz- Kreislauf-Erkrankungen, zu beachten.

Das persönliche Risikoprofil setzt sich aus den Lebensgewohnheiten (Ernährung, Bewegung, Rauchen, Körpergewicht), dem Stress- und Belastungsempfinden, sowie die Körperwerte (Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin) zusammen.

Ein wichtiger, nicht zu vergessener, risikoerhöhender Fakt ist das Alter. Umso älter man ist, umso höher auch die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu leiden.6 Deshalb ist es gerade im Alter so wichtig, andere, beeinflussbare Risikofaktoren auszuschalten bzw. zu verringern.

15 Tipps, wie sie ihre Herzgesundheit fördern können

1) Bewegung – Durch Sport ihr Herz stärken

Bewegung ist für einen gesunden Körper und ein starkes Herz das A und O! Mit regelmäßiger sportlicher Betätigung beugen sie Herzerkrankungen vor und stärken ihre Abwehrkräfte, ihren Organismus und können Stress abbauen. Gehen sie aber auch nicht ins andere Extrem! Exzessiver Sport und übermäßiges Training kann unserem Körper auch schaden.

Tipp: Auch und besonders mit zunehmendem Alter ist Sport und ausreichend Bewegung wichtig! Bewegen sie sich mindestens 30 Minuten bei leichter bis mittlere Anstrengung und das 5-mal die Woche!

Ob sie Walken, stramm Spazieren, Schwimmen oder eine Sportgruppe besuchen ist ihnen überlassen. Bleiben sie auch im Alter durch ihr Sportprogramm mobil und bei Kräften. So tun sie nicht nur ihrem Herz gutes, sondern auch ihre Lebensqualität profitiert davon.

2) Gestalten sie ihren Alltag bewegter

Auch im Alltag lassen sich mit kleinen Tricks ihr Bewegungsmuster verändern. Gehen sie täglich mindestens 10.000 Schritte. Nehmen sie die Treppe, statt den Fahrstuhl, erledigen sie kleine Einkäufe bewusst und zu Fuß. Schauen sie ihre Alltagswege einmal genauer an. Es finden sich sicher ein paar Möglichkeiten diese bewegter zu gestalten.

Auch wenn sie mal keine Lust haben raus zu gehen. Bauen sie doch vor ihrer Lieblingssendung am Abend ein kleines Workout ein. Das hat einen geringen Zeitaufwand, aber positive Effekte auf ihr Herz-Kreislauf-System und ihren Körper, er wird zusätzlich gestärkt. Fehlt ihnen die Inspiration zu Übungen? Wie wäre es mit unseren effektiven Rückenübungen ohne Geräte?

3) Verbringen sie Zeit an der frischen Luft und im Sonnenlicht

Bewegung einer der wichtigsten Komponenten, wenn es um die Herzgesundheit geht. Verbinden sie dies am besten mit frischer Luft und Sonnenlicht. Unser Herz benötigt ausreichend Sauerstoff um gesund und kräftig arbeiten zu können.

Im Wald und der Natur können wir viel davon tanken. Unsere Abwehrkräfte werden angeregt und auch unser Stressempfinden wird durch die Bewegung und die frische Umgebung positiv beeinflusst. Scheint dazu noch die Sonne? Perfekt! Unsere Vitamin D Produktion wird angeregt, welches wir für unser Immunsystem, unserer Knochen und unsere Herzgesundheit benötigen. Zusätzlich schüttet unser Körper Serotonin aus. Ein Nervenbotenstoff der stimmungsaufhellend und erheiternd wirkt.

4) Lebensmittel verzehren, die die Herzgesundheit fördern

Die Ernährung spielt bei einem gesunden Lebensstil eine wichtige Rolle. Neben der Bewegung kann man auch mit den richtigen Lebensmitteln zu einer bestmöglichen Herzgesundheit beitragen. Doch welche Ernährung ist gut für das Herz? Welche Lebensmittel sind blutdrucksenkend?

Wie so oft ist eine bunte Vielfalt das Wichtigste! Ernähren sie sich abwechslungsreich und nehmen sie sich Zeit zum Kochen und Essen. Folgende Lebensmittel sollten sie für ein gesundes Herz, öfter auf ihren Teller bringen und auch ein paar Ernährungstipps sollten sie beachten:

ErnährungstippBegründung
Frühstücken sie!Eine morgendliche Mahlzeit beeinflusst unsere Blutfettwerte positiv, so wird das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen gesenkt!11
Zu empfehlen sind Vollkornprodukte, Proteine und eine Portion Obst oder Gemüse.
Obst und GemüseEine Studie mit 2.500 Probanden gab Hinweise darauf, dass ein vermehrter Obst- und Gemüseverzehr im Jugendalter, die Wahrscheinlichkeit an Herzerkrankungen zu leiden senkt. Durch die Vitamin- und Nährstoffversorgung werden schädliche Radikale abgefangen und die Blutdruckwerte, sowie die Blutfettwerte verbessern sich. 5
Doch bitte beachten sie, Obst enthält viel Fruchtzucker, deshalb nur in Maßen und optimalerweise als Nachtisch verzehren. Bringen sie daher zu den Hauptmahlzeiten und als Snack buntes und vielfältiges Gemüse auf den Teller. Am besten regional und saisonal.
Weitere Studien bestätigen die gesundheitlichen Langzeiteffekte:

„Zwei große Studien, in denen rund 85.000 anfangs gesunde Frauen und Männer
über Jahrzehnte hinweg beobachtet wurden, kam zu folgendem
Ergebnis: Wenn regelmäßig viel frisches Obst und Gemüse auf
dem Speiseplan stehen, ist das Risiko, eine Koronare Herzkrankheit
zu entwickeln, um 20 Prozent reduziert.“ 1 21
Nüsse und MandelnWissenschaftler der DEG fanden heraus, dass Nüsse und Mandeln wahrscheinlich das Risiko für koronaren Herzerkrankungen senken. Begründet werden diese positiven Effekte vermutlich durch Ballaststoffe, gesunde Fettsäuren und Polyphenole.7
Selenreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch (z.B. Geflügel), EierDas Spurenelement Seelen wird immer wieder in den Blick genommen, wenn es um ein gesundes Herz geht. Es gehört unverzichtbar zum antioxidativen System unseres Körpers. Hier werden positive Effekte auch auf unser Herz vermutet. Studien gibt es bereits, jedoch mit sehr wagen Aussagen. Hinweise sind vorhanden, langandauernde und gebietsuntersuchende Studien sind hier zukünftig sehr wichtig.8
Weniger Salz- mehr frische KräuterWürzen sie ihre Mahlzeiten nicht übermäßig mit Salz, greifen sie besser auf frische Kräuter zurück. Hier können Effekte auf den Blutdruck erzielt werden.3
Fettarme tierische Produkte (außer Fisch) Die DEG fasst aktuelle Studien zusammen und empfiehlt deshalb folgende Richtlinien in Bezug auf den Fettkonsum.
- Rotes Fleisch und Wurstwaren reduzieren
- Fettarme Tierische Produkte
Laut den aktuellen Forschungsergebnissen gibt es zwar keine eindeutigen Hinweise darauf, dass gesättigte Fettsäuren isoliert betrachtet Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Jedoch sind gesundheitsfördernde Auswirkungen auf unser Herz, durch wenig gesättigte und gleichzeitig vermehrt aufgenommene (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren (Omega 3 und 6) nachgewiesen. Besonders das Herzinfarktrisiko kann so gesenkt werden.9
Fettreicher FischEssen sie mindestens ein Mal die Woche Fisch. Am besten fettreiche Kaltwasserfische. Diese versorgen unseren Körper mit gesundem Omega 3. Diese ungesättigten Fettsäuren benötigen wir für unser Gefäße. Studien haben gezeigt, dass ein hoher Anteil dieser Zellen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können.10
Trinken sie genug! (Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Saftschorle)1,5 Liter sind die gängige Mindestempfehlung an Wasser, Tees oder verdünnten Saftschorle. Für unser Herz ist genügend Flüssigkeit enorm wichtig, um unser Blut gut fließen zu lassen.10

5) Durch Vitamine und Mineralstoffe die Herzgesundheit verbessern

Welche Vitamine sind gut für das Herz? Das fragen sich viele, die auf eine herzfördernde Lebensweise achten wollen. Vitamin D ist eines davon! Auch Vitamin C, Folsäure, Carotin, Calcium und Seelen haben den Ruf, Herzstärkend zu wirken. Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt Ergebnisse einer Studie, welche Nahrungsergänzungsmittel in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen untersucht hat. Sie kommt zum Ergebnis, dass Nahrungsergänzungsmittel keine sichtbaren Auswirkungen gezeigt haben.12

Weitere Forschungen, besonders im Langzeitzusammenhang sind hier wünschenswert. Das Bundeszentrum für Ernährung unterstützt diese Aussage. Eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung reicht bei gesunden Menschen aus, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen.13

Etwas anders sieht das bei der Vitamin D Versorgung aus. Viele, gerade ältere Menschen leiden unter Vitamin D Mangel. Dieses wird mit Hilfe von Sonnenlicht im Körper produziert und kann durch die Nahrung nicht in ausreichenden Mengen aufgenommen werden. Doch nicht alle Menschen benötigen Vitamin D zusätzlich als Nahrungsergänzungsmittel. Risikogruppen sollten vorsichtshalber, besonders in den dunklen Monaten auf Präparate zurückgreifen. Ob auch sie dazugehören, können sie in unserem Artikel zu Vitamin D herausfinden.

6) Achten sie auf ihr Gewicht!

Durch ausreichende Bewegung und gesunde, herzfördernde Ernährung achten sie automatisch auf ein gutes Gewicht. Wichtig ist das Verhältnis zwischen Kalorienaufnahme und Verbrauch stets im Blick zu halten. Bewegen sie sich genügend um eine positive Energiebilanz zu erreichen. Verbrauchen sie also mehr, wie dass sie aufnehmen. Kontrollieren sie ihr Gewicht regelmäßig.

Auch ihr Arzt sollte bei regelmäßigen Check-ups ihr Gewicht dokumentieren. Denn gerade in Verbindung mit Bewegungsmangel und weiteren Risikofaktoren, kann Übergewicht ihrem Herzen und ihrer Gesundheit schaden.22

7) Vermeiden sie zu viel Alkohol

Alkohol in Maßen ist ok. Besonders Rotwein steht mit seinem enthaltenen Resveratrol (Flavonoid), gerade beim Gefäßschutz im großen Interesse. Doch dieser ist ebenfalls in Traubensaft, oder noch besser in frischen blauen Weintrauben enthalten. Die Verbindung mit Alkohol ist also nicht nötig. Auch OPC aus Traubenkernen wird hier als Nahrungsergänzung von vielen Befürwortern eingesetzt.

Trinken sie Alkohol also sehr bewusst und nur in kleinen Mengen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt die Alkoholmenge von 10g für gesunde Frauen und 20g für gesunde Männer nicht zu überschreiten.14 10g Alkohol stecken beispielsweise in einem Glas Bier, Wein oder Schnaps. Eine Studie der Universität Cambridge untersuchte dies ebenfalls in einer groß angelegten Studie.

Sie kommen zur Empfehlung von nicht mehr als 100g reinen Alkohol in der Woche, unabhängig vom Geschlecht. Das sind ebenfalls ca. 1 Bier (0,3 l) täglich. Darüber hinaus warnt die Studie vor einer erhöhten Sterblichkeit durch vermehrtem Alkoholkonsum.15 Des Weiteren erhöht der Alkohol die Blutfettwerte und hat viele Kalorien, was sich auch auf unser Gewicht auswirken kann.

Seien sie sich also bei Alkohol bewusst, dass er das Herz schwächt anstatt es zu stärken:

Entgegen der weitläufigen Meinung, Alkohol reduziere das Herzinfarkt-Risiko, erhöhen schon geringe Mengen Alkohol täglich den Blutdruck. Bei vielen Bluthochdruckpatienten ist Alkohol die wesentliche oder sogar einzige Ursache.“16

8) Finger weg von Zigaretten! – Rauchen schadet dem Herz

Vorab ein wichtiger Hinweis! Es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören. Fest steht, Rauchen ist gesundheitsschädlich und kann ihr Leben verkürzen. Eine Nikotinpause (ohne Zigaretten) von 15 Jahren kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wieder auf das Niveau eines Nichtrauchers bringen.10 Wenn sie rauchen, geben sie konsequent auf! Vor allem ihr Herz und ihre Lunge danken es ihnen und sie werden sich gesunder fühlen.

9) Stress bewältigen

Chronischer Stress kann unser Herz belasten! Wenn der Druck nicht abgelassen werden kann, sind Herz und Gefäße stark belastet. Es kommt zu Bluthochdruck oder das Herz wird durch die Belastung schlechter mit Sauerstoff versorgt. Sogar Infarkte können in Folge dessen entstehen. Vermutet wird von den Wissenschaftlern auch ein Verkrampfen der Gefäße.

Zwischenmenschlicher Stress, Belastungssituationen durch Trauer oder Mobbing sind emotionaler Stress, der besonders negative Auswirkungen zeigt.

„Emotional aufwühlende Ereignisse führen zu einer Alarmreaktion des Körpers: die Stresshormone und das sympathische Nervensystem werden aktiviert. Dies wirkt sich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Die Herzleistung steigt an, der Herzmuskel benötigt mehr Sauerstoff, der Herzschlag beschleunigt. Herzmuskel und Gefäße werden stark belastet, denn die Gefäße verengen sich als Reaktion auf die Stresssituation und es kommt zu kritischer Blutdrucksteigerung. Weiße Blutkörperchen werden aktiviert und es kommt zu einer vermehrten Verklebung von Blutplättchen.“17

Aber auch kleinerer Alltagsstress wirkt sich langfristig negativ auf unseren Körper aus.

Unser Tipp: Sorgen sie für regelmäßige Auszeiten und Entspannung in ihrem Alltag. Hier können Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Mediation helfen. Aber auch kleine Entspannungsübungen im Alltag können ihr Stressempfinden, sowie Belastungen reduzieren. Schauen sie doch mal bei unseren Entspannungstipps vorbei. Hier geben wir ihnen praktische Übungen an die Hand, welche sie ohne großen Zeitaufwand Zuhause oder Unterwegs durchführen können.

Auch die Stressbewältigung spielt für unsere Gesundheit eine große Rolle. Hier ist die Grundeinstellung, wie belastende Situationen wahrgenommen werden, von großer Bedeutung. Der Blick ins Positive und Erkennen von Stressoren können helfen, das Stressempfinden zu senken und so auch unser Herz und unseren gesamten Körper zu entlasten.

10) Bewusst Atmen- Sauerstoffversorgung optimieren

Atmen sie tief ein und aus, wenn sie an der frischen Luft unterwegs sind. Auch als Ritual am Morgen bringt eine zusätzliche Portion Sauerstoff neue Power und Konzentration für den Tag. Atmen sie doch morgens bewusst ein paar Mal tief durch. Nehmen sie beim Einatmen die Arme mit, indem sie diese nach oben strecken. Beim Ausatmen lösen und die Arme schwungvoll hängen lassen. Öffnen sie optimalerweise dabei das Fenster, um noch mehr Sauerstoff in ihren Körper zu bringen. So kann es im Blut besser und auch schneller ins Herz und andere Organe geleitet werden.

11) Sorgen sie für erholsamen Schlaf

Erholsames Schlafen ist für einen gesunden Körper und eine gesunde Seele ein wichtiges Kriterium. Nur erholt und mit genügend Schlaf können wir lernen, regenerieren und fühlen uns wohl und ausgeglichen. Im Schlaf fährt der Körper die Herzfrequenz nach unten, dadurch kommt es zu einer Entlastung des Herzens. Deshalb ist es so wichtig für ungestörte und ausreichende Schlafphasen zu sorgen. Gelingt es ihnen schwer in den Schlaf zu finden und haben sie Schlafprobleme?

Dann sollten sie diese in Blick auf ihre Herzgesundheit unbedingt angehen! Zu wenig Schlaf kann ernste Folgen für ihr Herz haben.18 Entspannung vor dem Einschlafen, regelmäßige Schlafenszeiten, ein dunkler ruhiger Schlafplatz können bereits helfen besser zu Schlafen und sind einfach Zuhause umzusetzen. Wenn sie unter chronischen Schlafstörungen leiden, empfehle ich ihnen dringend, diese ärztlich abklären zu lassen.

12) Mit Medikamenten bewusst umgehen

Stellen sie sich bitte regelmäßig die Frage, brauche ich das Medikament wirklich? Sprechen sie bitte mir ihrem Arzt über notwendige Medikamente und beachten sie die Tatsache, dass eine Vielzahl von Arzneistoffen kardiotoxische Nebenwirkungen haben können, ihrem Herzen also schaden.19

Bei einer Medikamenteneinnahme gilt es also immer, das Risiko-Nutzen-Verhältnis individuell abzuwägen und nicht zu schnell zu starken Medikamente zu greifen. Eventuell stehen natürliche Alternativen aus der Natur bereit, bei denen sich eine Anwendung lohnt. Ihr Arzt als Experte gilt es hier mit einzubeziehen, fragen sie am besten direkt nach!

13) Behalten sie ihre Herzgesundheit im Auge- Vorsorge und Check-up

Der regelmäßige Gang zum Arzt ist ein wichtiger Schritt um seine Herzgesundheit genau zu beobachten und Risiken früh zu erkennen. Die Krankenkassen bezahlen meist einen Check-up, alle 3 Jahre. Hier wird der ganze Körper untersucht, aber vor allem auch ihr Herz! Es werden Blutproben entnommen. Hier wird unter anderem der Gesamtcholesterinwert, LDL- und HDL- Cholesterinwert sowie Triglyceriden- Wert überprüft. Auch das Risiko von Diabetes wird anhand der Blutzuckerwerte erfasst.

Auch der Blutdruck sollte vom Arzt, auch außerhalb der Check-ups regelmäßig kontrolliert werden.

„Zusammen mit dem Cholesterinwert kann der Blutdruck auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder für einen Herzinfarkt hinweisen.“20

Wenn Risikofaktoren früh erkannt werden, können mit Veränderungen im Lebensstil und beispielsweise einer Ernährungsumstellung, die Werte deutlich verbessert werden. So kann man die Medikamenteneinnahme auch bestmöglich, durch frühzeitiges Erkennen, hinauszögern oder vermeiden.

Soll das Herz genauer untersucht werden, setzten die Experten der Kardiologie auch EKG, Belastungs-EKG und Ultraschall des Herzens ein. Hier kann die Herzgesundheit und Anzeichen einer Herzerkrankung noch genauer untersucht werden.

Darüber hinaus gilt natürlich immer: Wenn sie Beschwerden im Herzbereich haben, beispielsweise ein Herzenge-Gefühl oder Schmerzen, suchen sie einen Arzt auf und lassen sie sich zusätzlich durchchecken.

14) Kontrollieren sie regelmäßig selbst ihren Blutdruck

Besonders wenn sich erste Anzeichen von Bluthochdruck bei ihnen herausstellen, lohnt sich die Anschaffung eines einfachen Blutdruckgeräts. Der Blutdruck ist ein wichtiges Indiz für eventuell auftretende Herz- Kreislauferkrankungen und sollte daher mit zunehmendem Alter, oder bei Auffälligkeiten vermehrt im Blick gehalten werden.

15) Nehmen sie ihre Herz-Medikamente regelmäßig

Leiden sie unter erhöhten Blutfettwerten, verändertem Blutdruck oder anderen Herzerkrankungen? Dann ist es unverzichtbar die Medikamente hierfür regelmäßig einzunehmen. Laut Dr. Prof. Dr. med. M. Weis von der Fachklinik für Innere Medizin Neuwittelsbach, verlängern diese Medikamente nachweislich das Leben von Erkrankten. 10

Sprechen sie die Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln und Co. deshalb unbedingt regelmäßig mit ihrem Arzt ab. Passen sie ggf. Dosierungen an und seien sie in der Einnahme konsequent.

Mit diesen 15 Tipps zur Förderung ihrer Herzgesundheit und einer großen Portion Wille und Motivation, wünschen wir ihnen viel Erfolg beim Vorhaben ihre Herzgesundheit zu verbessern. Schreiben sie uns gerne ihre Tipps, denn von ihren Erfahrungen können wir alle profitieren.

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Fenchel


Schnelle Fakten zu Fenchel

  • Fenchel ist ein altes, traditionelles, bewährtes Heilmittel für eine Bandbreite an Krankheiten und gesundheitlichen Problemen. 
  • Fenchel enthält wenig Fett, Zucker und somit auch Kalorien. Dafür stecken in ihm wichtige Nährstoffe und Vitamine.
  • Fenchel ist gut verträglich und kann bereits als Tee bei Säuglingen angewendet werden. .
  • Fenchel ist vielseitig einsetzbar. Als Tee, Gemüse, Rohkost oder Salat. 
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Eigenschaften:verdauungsanregend, beruhigend, krampflösend, schleimlösend, entzündungshemmend, antiseptisch aromatisch, appetitanregend
Behandlung:Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung oder Blähungen, Stillanregung, Augengesundheit, Atemwegsinfekten, Asthma, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden bei Babys, Entzündungen lindern, Arthritis
Blütezeit:Juli bis September
Erntezeit:Kraut: Sommer; Samen: Herbst; Knolle: Sommer
Wissenschaftlicher Name:Foeniculum vilgare var. durlce
Standort:Sonniger Platz, durchlässiger Boden, Heimat im Mittelmeerraum und Westasien
Volksmund:Süßfenchel, Arzneifenchel, Frauenfenchel, Langer Anis, Brotwürz
Astrologische Zuordnung:Sonne, Merkur
Unterstützende Edelsteine:Smaragd, Aquamarin, Tigerauge, Magnesit
Inhaltsstoffe:Ätherisches Öl, Vitamin A, C, E, Kalium, Kalzium, Anethol, Fenchon, Proteine, Flavonoide, Schleim
Verwendbare Teile:Knolle, Kraut, Samen
Pflanzentyp:Doldenblütler (Apiaceae/Umbelliferaceae)

Fenchel- Die gesunde Knolle und Gewürz

Fenchel ist eine gesunde krautige Pflanze, welche gerne als Gewürz Verwendung findet. Fenchel bildet knapp über der Erde fleischige Früchte, welche sich durch ihre weiße bis hellgrüne Knolle kennzeichnen. Diese Knollen kaufen und verzehren wir als Fenchel. Oberirdisch ist der Fenchel an feinen, krautartigen Blättern mit gelb blühenden Dolden zu erkennen, an welchen die Samen wachsen. Die Pflanze ist mehrjährig und bildet tiefe Wurzeln. Auch die Samen werden für Tees gerne verwendet. Unterschieden wird zwischen Bitter- und Süßfenchel.  Die bittere Variante schmeckt auch etwas bitter und ist mehr gelblich oder grün-bräunlich. Der Süßfenchel ist heller und hat ein leicht süßliches Aroma. Angebaut wird er heute im Mittelmeerraum, Asien, Afrika und Südamerika.

Kurzer Einblick in die Geschichte- Woher kommt der Fenchel?

Die Heimat des Fenchels ist der Mittelmeerraum und Westindien. Bereits von den Römern und Griechen wurde er im Altertum als Heilpflanze genutzt, um Krankheiten zu bekämpfen und gesund zu bleiben. Sie trugen den Fenchel sogar in ihren Siegeskränzen, nach großen Schlachten. Römische Frauen nutzten den Fenchel dagegen als Mittel um schlank zu bleiben. Auch als Gewürz war er sehr beliebt. Im 16. Jahrhundert galt er als Helfer bei Augenkrankheiten und Schlangenbissen. Als Gemüse wurde er erst im 17.Jahrundert verzehrt. Bis heute glauben manche Menschen an die magische Heilwirkung, so soll Fenchelsamen im Wein, das Liebesleben in Schwung bringen.

In allen Kräuterbüchern des Mittelalters wird Fenchel beschrieben. Ob im „Circa insatans“ (12. JH), bei Karl dem Großen oder bei Hildegart von Bingen. Die Heilwirkung des Fenchels war schon früher sehr verbreitet und wurde rege genutzt. Hildegart von Bingen empfiehlt Fenchel bei Bindehautentzündung, Melancholie, Mundgeruch und Magen-Darm-Koliken.

 

„Wie auch immer der Fenchel gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme und guten Schweiß, und er verursacht gute Verdauung“ Hildegart von Bingen 5

Verwendung Fenchel

Fenchel als Gemüse- roh oder verarbeitet

In Deutschland wird die Fenchelknolle meist als Zutat im Salat, also roh verwendet. Aber auch verarbeitet, als Gemüse, schmeckt er warm sehr lecker.

Wenn sie ihn als Salat verwenden möchten, bietet es sich an, ihn in sehr dünne Scheiben zu schneiden und damit den Salat zu verfeinern. Eine Fruchtige Note wie Apfel oder Orange passt sehr gut in den Salat.

Das Fenchelkraut kann ebenfalls roh gegessen werden und wird frisch, gerne als Gewürz verwendet.

Zu was passt Fenchel?

Als warmes Gemüse passt Fenchel sehr gut zu Fisch (z.B. Lachs), Fleisch (z.B. Hähnchen) oder in der vegetarischen Variante zu Nudeln. Karotten als Pfannenpartner rundet den Geschmack ab. Auch als leckere Suppe lässt sich der Fenchel, mit seinem leichten Anisaroma, prima verarbeiten. Haben sie Fenchel schon einmal befüllt? Mit Lachs und Reis lässt er sich einfach im Ofen zubereiten.

 Fenchel-Tee/ Fenchel-Anis-Kümmel-Tee

Ein beliebtes Mittel zur Verdauungsanregung ist der Fencheltee. Oft ist Fencheltee in Verbindung mit Anis und Kümmel zu kaufen. Ob im Reformhaus, Supermarkt oder Apotheke. Fencheltee ist weit verbreitet und gut erhältlich.

Ein reiner Fenchelsamentee ist einfach selbst gemacht und sehr sinnvoll. Hierfür ein großzügiger Teelöffel Fenchelsamen etwas zerdrücken und in 250 ml kochendem Wasser 5-10 Minuten ziehen lassen. Wenn möglich auf Süßen verzichten. Er kann bei Verdauungsbeschwerden, Harnwegsinfekten oder zur Anregung der Milchproduktion bei stillenden Frauen helfen.

Wie bereitet man Fenchel zu?

Kauftipps

Wenn sie die Fenchelknolle kaufen, achten sie auf Frische. Diese lässt sich durch beachten folgender Punkte erkennen:

  • Frisches Grünes Blattgrün, welches nicht welk ist
  • weiße bis hellgrüne Färbung der Knolle
  • Fenchel sollte keine Braunen stellen oder Knollenblätter haben
  • Fenchel in der Saison zwischen Juni und Oktober vermehrt kaufen

Fenchel richtig zubereiten- Fenchel schneiden

  • Oben das Blattgrün und unten den harten Strunkansatz, mit einem Messer abschneiden. Blattgrün muss nicht weggeworfen werden, es kann auch zum würzen von Suppen verwendet werden.
  • Knolle Halbieren.
  • Waschen, um alle Sand- und Erdkörner aus der Knolle zu entfernen. Diese besteht aus Schichten/Blättern und hier setzt sich gerne Dreck ab.
  • Harter Strunk herausschneiden.
  • Dicke Fasern abziehen.
  • Je nach Verarbeitungswunsch in Spalten, Streifen oder Würfel schneiden. Für Salat in sehr dünne Scheiben schneiden.
  • Nochmals waschen um auch zwischen den einzelnen Blättern den Schmutz vollständig zu entfernen.

Kochen und Braten- Fenchelgemüse

Fenchel kann sehr vielseitig zubereitet werden. Kochen sie ihn, braten, schmoren oder dünsten ist ebenfalls sehr gut für Fenchelknollen geeignet. Besonders in Kombination mit anderen Gemüsesorten wie Karotten schmeckt er toll. Dabei ist er sehr schmackhaft, sowie fett- und kalorienarm.

Haltbarkeit- Fenchel haltbar machen

Wie lange ist Fenchel haltbar?

Fenchel sollte frisch gekauft werden und am besten verarbeiten sie ihn auch zeitnah. Im Kühlschrank ist er bis zu einer Woche haltbar, dann bekommt er braune Flecken und verliert an Knackigkeit.

Wie kann ich Fenchel einfrieren?

Fenchel ist zum einfrieren geeignet. Am besten dünstet man ihn und fiert ihn anschließend in einer geeigneten Box ein. Gutes waschen und zerteilen ist wichtig. Beschriften sie stets ihre Gefrierboxen mit Inhalt und Datum, so wird nichts vergessen und kann bald wieder weiterverarbeitet werden.

Einlegen

Eine weitere beliebte Methode der Haltbarmachung von Fenchel, ist das Einlegen. Dafür wird der Fenchel geputzt und geschnitten in Essigwasser gekocht.

  • 1 L (Apfel-) Essig auf 1 Liter Wasser ist eine gute Mischung.
  • Nach der Garzeit (etwa 5 Minuten) wird er in saubere, heiß ausgespülte Gläser gegeben, das Essigwasser vorher absieben.
  • Das Glas mit dem gegarten Fenchel wird dann mit Kräuteröl, aus Sonnenblumenöl und verschiedenen Kräutern, aufgefüllt.
  • Auch Chili kann hinzugegeben werden.
  • Alles wird gut verschlossen und sollte ca. 6 Wochen ziehen. Zu frischen Brot und leckere Antipasti schmeckt der eingelegte Fenchel sehr lecker!

Samen gewinnen

Wer die Samen gewinnen will, schneidet die Dolden mit den Samenkapseln ab und trocknet diese. Dafür bündeln und kopfüber, an einem dunklen, warmen Platz trocknen lassen. Nach Trocknung Samen vorsichtig herausschütteln und in einem Gefäß sammeln und lagern.

Nährwertangaben
Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 31
% Tageswert*
Gesamtfett 0,20g 0%
Gesättigte Fettsäuren g 0%
Trans Fat g
Cholesterin mg 0%
Natrium 52mg 3%
Gesamtkohlenhydrate 7,3g 3%
Ballaststoffe 3,1g 10%
Gesamtzucker 3,93g
Enthält g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß 1,24g

Vitamin D mcg 0%
Calcium 49mg 4%
Eisen 0,73mg 0%
Kalium 414mg 9%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.

Mit einem Blick auf das Nährwertprofil fällt eines sofort auf, Fenchel enthält sehr viel Wasser. Dabei hat er wenig Fett und Zucker. Ist dafür aber mit vielen wichtigen Nährstoffen gespickt. Besonders die Anteile an Vitamin A, E und C, sowie Eisen, Folsäure, Magnesium und Kalium sind sehr gesund. Auch decken 200g Fenchel bereits ein Viertel des Tagesbedarfs an Kalzium ab. 2

Des Weiteren sind ätherische Öle enthalten, welche positive Wirkungen auf unseren Darm haben und als wirkungsvollster Inhaltsstoff gelten. Dieses Öl kommt in den Knollen am meisten vor. Substanzen wie Anethol, Fenchon und Estragol sind hier enthalten. Fenchon ist für einen leicht bitteren Geschmack, (trans-)Anethol für einen leicht Süßlichen Geschmack verantwortlich. In den unterschiedlichen Sorten, sind diese unterschiedlich konzentriert enthalten. Fettreiches Öl und Flavonoide sind ebenfalls enthalten und gehören in die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.

Nährwertangaben
Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 31
% Tageswert*
Gesamtfett 0,20g 0%
Gesättigte Fettsäuren g 0%
Trans Fat g
Cholesterin mg 0%
Natrium 52mg 3%
Gesamtkohlenhydrate 7,3g 3%
Ballaststoffe 3,1g 10%
Gesamtzucker 3,93g
Enthält g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß 1,24g

Vitamin D mcg 0%
Calcium 49mg 4%
Eisen 0,73mg 0%
Kalium 414mg 9%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.

Gesundheitsfördernde Wirkung- Wie gesund ist Fenchel?

Fenchel- Vielseitiges natürliches Behandlungsmittel

Fenchel wird in verschiedenen medizinischen Systemen verwendet. Auch in der traditionellen Medizin wird es gerne eingesetzt. Dazu zählen einfache Ateminfekte wie Erkältungen und Husten und gehen bis zu Nierenbeschwerden und Krebs.

Weitere wichtige Einsatzgebiete sind

  • Arthritis,
  • Koliken bei Kindern,
    Bindehautentzündungen,
  • Verdauungsbeschwerden,
  • Gastritis,
  • Geschwüre und Schlaflosigkeit.

Auch bei hormonellen Krankheitsbildern und bei solchen im Bereich Reproduktionssystem, wird Fenchel in der traditionellen Medizin eingesetzt. 15 Die natürliche Heilwirkung und Kraft des Fenchels, können sie auch Zuhause anwenden.

Magen-Darm-Trankt- Verdauung anregen

Fenchel gehört zu einem der wichtigsten und wirksamsten Lebensmittel, wenn  es um die verdauungsfördernden Eigenschaften geht. 10 Die ätherischen Öle im Fenchel lindern Blähungen, Völlegefühl und regen die Verdauung an, helfen also auch gegen Verstopfung. 2

Ein Tee aus Fenchelsamen hilft hierbei, wie auch der Verzehr der Fenchelknollen. Die ätherischen Öle des Fenchels wirken sowohl anregend als auch beruhigend. So ist er sowohl bei Blähungen als auch bei Verstopfung zu empfehlen. 4

Abnehmen mit Fenchel

Fenchel hat wenig Kalorien, wenig Fett, dafür viel Wasser und reichlich Nährstoffe. 1 Deshalb bietet er sich für eine gesunde, ausgewogene Ernährung, auch beim Wunsch Gewicht zu verlieren gut an. Er sättigt durch seine Fasern, hat dabei aber wenig Kalorien. Bereits bei den Römern aßen die Frauen Fenchel um schlank zu bleiben.

Fenchel auch einen appetitanregenden Ruf. Jedoch er wirkt auch anregend auf die Verdauung. Dies ist unter anderem auch durch die enthaltenen Ballaststoffe der Fall. Studien haben gezeigt, dass Ballaststoffe helfen weniger zu Essen und sich auf das Hungergefühl auswirken. So haben die Probanden durch die Ballaststoffreiche Ernährung, weniger Energie zugeführt. 11 Für ein Verzehr von Fenchel spricht rein wissenschaftlich betrachtet, in Bezug auf die Inhaltsstoffe also nichts dagegen, ihn bei Abnehmwunsch einzusetzen.

Atemwegsinfekte, Erkältungen, Lungenbeschwerden

Fenchel wird auch in der Naturmedizin, zur Inhalation genutzt. Wenn man mit Atemwegsinfekten, Asthma oder anderen Lungenbeschwerden kämpft kann eine Inhalation mit Fenchelsamendampf gesundheitsfördernd sein. 3

In eine Schüssel werden hier Fenchelsamen gegeben und leicht zerdrückt. Mit gekochtem Wasser übergießen und über der Schüssel mit einem großen Leintuch über dem Kopf ca. 10 Minuten inhalieren. Bitte achten sie auch hier auf eine Angenehme Dampfhitze um Verbrennungen zu vermeiden. Atmen sie tief in die Lungen ein und ruhen sie sich anschließend gut aus.

Durch das heiße Wasser lösen sich die ätherischen Öle im Fenchel, welche schleimlösend in unseren Atemwegen wirken. So kann der Schleim besser gelöst und abgehustet weden. 3 Besonders der bittere Fenchel mit seinen Inhaltsstoffen trans-Anethol und Fenchon lösen den festsitzen den Schleim sehr gut. Die Knollen des Fenchels können als bei Erkältungen und Atemwegsinfekten die Symptome lindern. 8

Dr. Martina Melzer, von der Apotheken Umschau empfiehlt bei Kleinkindern ab einem Jahr auch Fenchelhonig, welcher in der Apotheke, gut dosiert, erhältlich ist. 8

Kalziumquelle Fenchel- nicht nur bei Lactoseintoleranz

Fenchel ist eine hervorragende Kalziumquelle. Für Menschen die an Lactoseintoleranz leiden ist eine kalziumreiche Ernährung, aus Produkten ohne Milchzucker, besonders wichtig. Die Ärztekammer Baden-Württemberg empfiehlt deshalb Fenchel für Menschen mit Lactoseintoleranz, um ein Kalziummangel zu vermeiden. 13

Aber auch für Menschen, die Milch vertragen ist Fenchel eine gesunde Kalziumquelle. Täglich benötigen wir bis zu 1000 mg täglich. Jugendliche im Wachstum sogar noch mehr. Dies kann beispielsweise durch ¼ Liter Milch und zwei Käsescheiben abgedeckt werden.

 

100g Fenchel enthalten 49 mg Kalzium und sind eine gute Ergänzung. 14

Blasenentzündung

Fenchel soll sowohl als Fenchelsamentee, als auch als warmes Sitzbad bei leichten Harnwegsinfekten natürlich wirken. 3 Er regt die Harnbildung, durch das vermehrte Trinken an und reinigt so die Harnwege. Besonders gut wirkt dies in Verbindung mit den entwässernd wirkenden Brennnesselblättern.

„Foeniculum vulgare wurde als ethnisches Heilmittel zur Heilung zahlreicher Infektionskrankheiten verwendet, die bakteriellen, pilzlichen, viralen und mykobakteriellen Ursprungs sind.“ 15

Aktuelle Literaturergebnisse bestätigen diese, traditionelle Verwendung bei verschiedenen Infektionskrankheiten. 15

Augengesundheit- Augenentzündung

Ein altes Hausmittel, was bei Augenentzündung oder Bindehautentzündung helfen soll, sind Fenchelauflagen.

  1. Dafür Fenchel klein putzen und klein schneiden.
  2. Erhitzen und in ein Stofftuch geben und einwickeln.
  3. Etwas abkühlen lassen und noch warm auf das geschlossene Auge halten.
  4. Achten sie darauf, dass der Wickel nicht mehr zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden.

Auch wissenschaftliche Berichte bestätigen die entzündungshemmende Wirkung, durch die enthaltenen Flavonoide, welche wichtige Antioxidantien in der menschlichen Ernährung sind. In einem Rattenversuch konnte eine hemmende Wirkung gegen akute und subakute, entzündliche Erkrankungen bestätigt werden. 15

Angstzustände

Gegen Angstzustände wird anxiolytischer Fenchel, als Medikament zur Behandlung eingesetzt. Auch die damit verbundenen physischen und psychische Symptome können verbessert werden. In einer Studie von Naga Kishore et al. Wurde eine anxiolytische Aktivität bestätigt. 15

Fencheltee zur Stillanregung

Fenchel wird gerne als Stillanregender Tee empfohlen. Er soll die Milchbildung anregen und für reichlich Milch sorgen. 3 4 Dabei hat der Fenchel nicht nur Auswirkungen auf die Milchmenge, sondern auch auf den Milchfluss. 15

Bei Entzündungen der Brust kann ein Fenchelwickel mit Fenchelbrei, lindernd wirken. Hier dürfen Blätter und Stängel püriert verwendet werden. 4

In Studien wurde festgestellt, dass Fenchel eine östrogenähnliche Aktivität aufweist. Es steigert die Libido, fördert die Menstruation und soll die Geburt erleichtern. Weitere Untersuchungen wären sinnvoll um zu bestätigen welche Wirkstoffe hier genau wirken. 16

Fenchel für Babys Verdauungsprobleme geeignet

Babys und Kleinkinder profitieren auch sehr früh vom Fenchel. Ein Tee aus Fenchelsamen hilft bei Blähungen und Verdauungsbeschwerden. Babys sollen auf den Fenchel gut reagieren und auch besser schlafen. 3

Nebenwirkungen und Risiken

  • Fenchel gilt als gut verträglich. Allergische Reaktionen können aber, wie bei den meisten Lebensmitteln vorkommen, sind aber sehr selten.
  • Sammeln sie Fenchelknollen nicht wild! Es besteht Verwechslungsgefahr mit den Schierlingsfrüchten.
  • Auch der zu häufige oder übermäßig einseitige Verzehr von Fenchel ist ggf. bedenklich:

„Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt vorsichtshalber, Gewürze und Kräutertees, die Estragol oder Methyleugenol enthalten, nicht zu oft und nur in kleinen Mengen anzuwenden.

Denn es gibt Hinweise, dass beide Substanzen Krebs auslösen können – allerdings wurde dies bislang nur in Tierversuchen entdeckt. Estragol und Methyleugenol kommen nur im ätherischen Öl in nennenswerten Mengen vor. In Tees ist die Konzentration deutlich niedriger und gilt damit derzeit als unbedenklich.“

Dr. Martina Melzer, Apothekenumschau 8  

Deshalb besonders das reine Fenchelöl, welches erwerblich ist, nur in sehr geringen Mengen verwenden und mit ihrem Arzt vorab besprechen. In der Schwangerschaft sollte auf Fenchelöl verzichtet werden, genauso wie bei Babys und Kleinkindern. Lebensbedrohliche Atemstörungen können auftreten.

Fenchel in der Schwangerschaft – Fencheltee und Fenchelgemüse in der Schwangerschaft erlaubt?

Es spricht nichts dagegen Fencheltee in Maßen, auch in der Schwangerschaft zu trinken. 2-3 Tassen Fencheltee in der Schwangerschaft ist die Empfehlung des Bundeszentrums für Ernährung. Dabei wird betont, dass auch dies mit einer reinen Vorsichtsmaßnahme verbunden ist. 12

Unser Tipp: Achten sie beim Kauf auf gute und kontrollierte Qualität. Kaufen sie z.B. Fencheltee, welcher auch für Säuglinge geeignet ist, oder fragen sie in der Apotheke nach.

Wie oben beschrieben, sollen sie jedoch auf Fenchelöl komplett verzichten.

Fenchelknollen sind auch in der Schwangerschaft sehr gesund und liefern dem Körper wichtige Nährstoffe wie Folsäure oder Eisen. Besonders vorteilhaft ist, dass in Fenchel viel Vitamin C enthalten ist. So kann das Eisen besser vom Körper aufgenommen werden.

 

Übrigens, kennen sie den Mythos Fenchel in der Schwangerschaft? Es heißt: Wer in der Schwangerschaft gerne Fenchel isst, wird einen Jungen gebären. Stimmt dies bei ihnen?

Mit diesem Tipp könnte ihre Lebenserwartung um 24% steigen

Ab einem Gewissen Alter macht man sich vermehrt um seine Lebenszeit sorgen, viele stellen ihre Ernährung um oder fangen mit Sport an. Auch die Schlafoptimierung sowie vermehrte körperliche Aktivität kann helfen länger zu leben.

Leben Hundebesitzer länger?

Laut einer Studie der und einer separaten Metaanalyse, die in Circulation: Cardiovascular Quality and Outcomes , einer Zeitschrift der Amerikaner, veröffentlicht wurde, kann der beste Freund des Menschen dazu beitragen, länger zu leben, so eine aktuelle Studie der American Heart Association in Dallas [1]

Die Forscher stellten fest, dass Hundebesitzer im Vergleich zu Nichtbesitzern Folgendes erlebten:

  • 24% reduziertes Risiko für Gesamtmortalität;
  • 65% reduziertes Sterberisiko nach Herzinfarkt; und
  • 31% reduziertes Sterberisiko aufgrund von kardiovaskulären Problemen.

Die untersuchten Patienten in dieser Studie waren schwedische Einwohner im Alter von 40 bis 85 Jahren, die von 2001 bis 2012 einen Herzinfarkt oder einen ischämischen Schlaganfall hatten.

Die Forscher stellten einen Zusammenhang zwischen Hundebesitz und einem um 24% verringerten Sterberisiko fest. Wenn Sie schon eine Hundebesitzer sind, brauchen Sie sicherlich keine Studie die ihnen sagt wieviel Bewegung sie durch ihren Vierbeiner haben. Die Studie stellt fest, dass durch den Besitz eines Hundes, Sie ihren Blutdruckwert senken und bessere Cholesterinwerte haben werden.
Die Vierbeiner helfen nicht nur bei der Herzgesundheit, sondern auch bei Einsamkeit und Depressionen.

Das geringere Sterberisiko im Zusammenhang mit dem Besitz von Hunden könnte durch eine Zunahme der körperlichen Aktivität und die Abnahme von Depressionen und Einsamkeit erklärt werden, die beide in früheren Studien mit dem Besitz von Hunden in Verbindung gebracht wurden. [2]

Die Pflege des Hundes ist eine wichtige Aufgabe, die man machen muss und nicht aufschieben kann. In der Studie wurde auch festgestellt, dass Haustiere allgemein, dass körpereigene Stresshormon positiv beeinflussen und senken können.

Ich bin selbst Hundebesitzerin und kann ihnen sagen, auch ohne diese gesundheitlichen Vorteile für das Herz, würde ich meinen Vierbeiner niemals hergeben wollen. Diese Liebe und vor allem die Loyalität bietet nur ein Hund.


Mehr Bewegung und weniger Stress können Ihnen helfen ein längeres,

gesünderes Leben  zu haben.

Ashwagandha kann Stress reduzieren und den Schlaf verbessern

Ashwagandha ist eine Pflanze (kleiner Strauch mit roten Beeren), aus deren Wurzel gewinnt man die positiven Wirkungen die Sie im Artikel näher erläutert bekommen. Meistens kommt Ashwagandha aus Pakistan, Indien und Afghanistan.

Was bewirkt Ashwagandha?

  • Ashwagandha kannt Anti-Krebs-Eigenschaften haben
  • Ashwagandha unterstützt bei Stress
  • Ashwagandha beeinflusst die Schilddrüsenfunktion
  • Ashwagandha kann helfen, das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern, indem es den Cholesterin- und Triglyceridspiegel senkt
  • Ashwagandha wirkt ausgleichend
  • Ashwagandha unterstützt die Nebennieren
  • Ashwagandha kann den Blutzuckerspiegel durch seine Auswirkungen auf die Insulinsekretion und -empfindlichkeit senken. 1
  • Ashwagandha kann bei Müdigkeit und Abgeschlagenheit helfen
  •  Ashwagandha fördert den Schlaf
  • Ashwagandha kann Depressionssymptome lindern
  • Ashwagandha kann den Cortisolspiegel reduzieren
  • Ashwagandha unterstützt die sexuelle Funktion und Fruchtbarkeit
  • Ashwagandha hilft, den Testosteronspiegel zu erhöhen und die Spermienqualität und Fruchtbarkeit bei Männern signifikant zu steigern
  •  Ashwagandha kann den Körper bei Krebserkrankungen unterstützen
  • Ashwagandha-Präparate können die Gehirnfunktion, das Gedächtnis, die Reaktionszeiten und die Fähigkeit zur Ausführung von Aufgaben verbessern.

Ashwagandha gehört zu den Adaptogenen, es besitzt die Verbindung Triethylenglykol, dass den Stress reduzieren und den Schlaf verbessern kann.
Ashwagandha wird auch Schlafbeere genannt oder auch selten als Indischer Ginseng bezeichnet. Bekannt seit mehrere tausenden von Jahren, ist es in der ayurvedischen Medizin zur Heilung unterschiedlichster Leiden bekannt geworden.

Schlaflosigkeit ist eine weit verbreitete Schlafstörung die das Wohlbefinden und die Körperliche Leistung des Menschen erheblich beeinträchtigen kann.
Den Schlafentzug kann man mit einem alkoholisierten Autofahrer vergleichen. Die Müdigkeitssymptome die bei akutem Schlafmangel auftreten, sind mit Alkohol am Steuer zu vergleichen.

Laut ADAC kommt die Verkehrstüchtigkeit nach 17 Stunden ohne Schlaf einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille gleich. Nach 24 Stunden verhält sich der Fahrer etwa wie bei einem Promille 1

Studie Schlaflosigkeit und Ashwagandha

Eine aktuelle Studie untersuchte Probanden die an Schlaflosigkeit und Depressionen leiden. Sie wollten die Wirkung von Ashwagandha-Wurzelextrakt näher untersuchen, es besitzt laut der Forscher das Potenzial, die Schlaflosigkeit ohne Medikamente verbessern zu können.

Dazu wurden den 85 Probanden vorab untersucht, daraus wurden 60 Probanden zum Test eingeladen. Der erste Teil der Gruppe bestehend aus 40 Menschen erhielten das Ashwagandha Extrakt die restlichen 20 Probanden das Placebomittel, dass keinerlei Wirkung beisetzte. Die Studie ging 10 Wochen lang, mit jeweils 2 Kapseln pro Tag.

Die Studie ergab, dass Ashwagandha-Wurzelextrakt Schlafqualität und die Schlafbeginn-Latenz bei Patienten mit Schlaflosigkeit bei einer Dosis von 300 mg Extrakt zweimal täglich verbessert. 1

Viele Studien 1 wurden mit den Wurzelextrakten von Ashwagandha durchgeführt.

In einer kontrollierten künstlichen Umgebung wurde an Ashwagandha-Wurzelextrakten gezeigt, dass sie entzündungshemmend wirken.

Klinische Studien legen nahe, dass der Ashwagandha-Wurzelextrakt die sexuellen Leistungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen verbessert


Mango


Schnelle Fakten zu Mango

  • Mango ist eine köstliche und erfrischende tropische Frucht und für Ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt
  • Mangos sind besonders reich an Beta-Carotin
  • Trotz ihres hohen Fruchtzuckeranteils sind Mangos eine sehr gesunde Frucht mit wertvollen Vitaminen
  • Mangos fördern die Zellerneuerung, verbessern das Hautbild und stärken das Immunsystem
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Mango Steckbrief

Eigenschaften:antioxidativ, verdauungsanregend, antidiabetisch, reich an wichtigen Vitaminen und Ballaststoffen
Behandlung:Verdauung, Knochengesundheit, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Gehirngesundheit, Blutzuckerspiegel
Sammelzeit:je nach Anbauland unterschiedlich, dadurch ganzjährig bei uns in Deutschland zu erwerben.
Wissenschaftlicher Name:Mangifera indica
Standort:Tropische Regionen am Äquator: Indien, Südamerika, Afrika, Asien, Spanien
Volksmund:König der Früchte
Inhaltsstoffe:Vitamine (z.B. C, A, K, B6), Ballaststoffe, Carotinoide, Flavonoide, phenolische Verbindungen, Mineralstoffe
Verwendbare Teile:Fruchtfleisch
Pflanzentyp:Anacardiaceae, gehört zu den Steinfrüchten

Die leckere, süße Frucht Mango stammt meist aus den Tropen und wächst dort an bis zu 30 m hohen Bäumen. Sie schmeckt nicht nur süß und saftig, sie ist auch gesund und bringt viele Vitamine, Mineralstoffe in unseren Körper. Nicht umsonst wird sie auch als „König der Früchte“ bezeichnet.

Mango- die gelbe Frucht aus den Tropen

Mango ist eine Frucht mit grün/gelb/rötlicher Schale und saftig, gelbem Fruchtfleisch. Sie zählt zu den Steinfrüchten und hat innen einen flachen, länglichen Kern, der sich manchmal nur sehr schwer vom Fruchtfleisch trennen lässt. Ihr Geschmack ist fruchtig süß. Es gibt verschiede Mango-Arten, der Geschmack unterscheidet sich jedoch nur gering. Sie varieren in den Farbtönen und haben unterschiedliche Größen und Formen. Weltweit gibt es 500 bis 1000 verschiedene Arten.

Herkunft und Geschichte

Die Mango, welche wir das ganze Jahr im Supermarkt finden können, kommt ursprünglich aus Asien. Aus den Wörtern „Mangkay/Mangay“ wurde erst Manga, dann Mango. Sie ist eine der am häufigsten angebauten Tropenfrüchte. Schon vor mehreren, hundert Jahren pflanzten die Menschen Mangobäume, wegen ihrer süßen Früchte an. Die Bäume, welche sehr lange, regelmäßig und zahlreich Früchte tragen, wurden erst im 16. Jahrhundert auch in Afrika und später in Amerika kultiviert. Sie ist sehr ertragreich, was den Anbau sehr beliebt gemacht hat.

Heute wird sie rund um den Äquator, in vielen tropischen Regionen angebaut. Die meisten Mangos, welche bei uns erhältlich sind, kommen aus Südamerika, Afrika oder Indien. Auch in Spanien werden Mangos inzwischen angebaut.

Mango in der Küche- zubereiten

Wie schneidet man eine Mango?

Der Kern einer Mango lässt sich nur schwer vom Fruchtfleisch trennen. Deshalb bietet es sich an, mit dem Messer rund um den Kern zu schneiden.

Hier zeigen wir ihnen die 2 besten Schneidevarianten, Schritt für Schritt:

1.Mango nahe am Kern auf beiden Seiten längs schneiden. Wo der Kern genau liegt kann nur geraten werden. Ich schneide je nach Größe der Frucht ca. 4 cm von außen durch. Meistens trifft man dann den Kern wie hier, gerade noch etwas.

2. Mit einem Löffel Fruchtfleisch aus diesen „Hälften“ lösen

3. Übrigen Teil mit dem Kern flach hinlegen und rechts und links nochmals um den Kern schneiden

4. Schale von diesen Seitenstücken entfernen

5. Mangoteile in gewünschte Größe und Form schneiden und testen ob sich rund um den Kern noch etwas Fruchtfleisch entfernen lässt. Schale bitte überall entfernen.

VARIANTE 2- WÜRFEL

1.Mango nahe am Kern auf beiden Seiten längs schneiden. Wo der Kern genau liegt kann nur geraten werden. Ich schneide je nach Größe der Frucht ca. 4 cm von außen durch. Meistens trifft man dann den Kern wie hier, gerade noch etwas.

2. Mit einem Messer, bis zur Schale, längs und quer Schnitte in die Mango schneiden. Ein Netzmuster entsteht.

3. Mango nach außen stülpen

4. Mit einem Messer, weg vom Körper, Würfel abschneiden. Am besten sehr nah an der Schale.

5. Übrigen Teil mit dem Kern flach hinlegen und rechts und links nochmals um den Kern schneiden

6. Schale von diesen Seitenstücken entfernen

7. Mangoteile in gewünschte Größe und Form schneiden und testen ob sich rund um den Kern noch etwas Fruchtfleisch entfernen lässt. Schale bitte überall entfernen.

Tipp: Schaut euch doch auch unsere Schneidevarianten im Video an!

Wie schält man eine Mango?

Am besten schält man die Mango nicht komplett, je nach Reifegrad ist die sehr fruchtig und saftig. Dies beschwert das weitere Schneiden. Schaut euch am besten unsere Schneidevarianten an!

Wann ist eine Mango reif?

Optimalerweise wird die Mango schon reif geerntet und ist beim Kauf leicht weich, wenn man die Schale mit einem Finger vorsichtig eindrückt. Es gibt auch sehr harte Mangos zu kaufen, welche früh geerntet wurden. Lassen sie diese dann noch ein paar Tage nachreifen, bis die Schale weich. Auch am Geruch lässt sich erkennen, ob eine Mango reif ist. Sie riecht dann besonders intensiv.

Lagerung Mango

Mangos am besten reif kaufen und zeitnah verarbeiten, so schmecken sie am besten! Mangos lassen sich aber auch gut ein paar Tage lagern und bleiben relativ lange frisch. Reife Mangos am besten im Kühlschrank aufbewahren. Unreife, harte Mangos an einem warmen Ort nachreifen lassen.

Kauftipps

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, vorgereifte Mangos zu kaufen welche bereits leicht weich sind. Testen sie im Supermarkt die Härte, indem sie mit einem Finger leicht auf die Schale drücken. Gibt die Schale nach, ist die Frucht reif und kann auch bald verzehrt werden.

Meist sind diese Mangos sehr saftig. Etwas härtere Mangos sollten noch ein paar Tage nachreifen, am besten an einem warmen Ort. Ich persönlich kann den Tipp geben, bereits weiche Mangos zu kaufen, diese sind meist saftiger, süßer und intensiver, dabei lassen sie sich auch leichter von der Schale lösen.

Rezepte Mango

Mangos schmecken frisch und roh sehr lecker. Probieren sie doch auch mal eine Zubreitungsvariante aus. Besonders in Desserts eignet sie sich sehr gut und bringt Süße in den Nachtisch.

 

Gesundes Mango
Smoothie Rezept

Zum Rezept >>

 

Mango Dessert- Karamellisiertes Mangosirup mit Buchweizen-Pfannkuchen

Zum Rezept >>

Nährwertangaben Mango-Kalorien und Nährwerte

100g Mango enthalten durchschnittlich 60 Kalorien (kcal). Sie enthält viel Wasser, wenig Fett und ist reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Carotinoide, Ballaststoffe und Flavonoide und phenolischen Verbindungen, welche antioxidativ und antidiabetisch sein sollen. 3 Hier ein kleiner Einblick in die Nährwerttabelle.

Nährwertangaben
1 Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 60
% Tageswert*
Gesamtfett 0,4g 0%
Gesättigte Fettsäuren 0,1g 0%
Trans Fat g
Cholesterin 0mg 0%
Natrium 1mg 1%
Gesamtkohlenhydrate 15g 5%
Ballaststoffe 1,6g 4%
Gesamtzucker 14g
Enthält g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß 0,8g

Vitamin D 0mcg 0%
Calcium 11mg 1%
Eisen 0,2mg 0%
Kalium 168mg 4%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.

Verwendung Mango

Mango wird sowohl in der Küche, als auch in der Medizin gerne genutzt. Sie soll eine der meist verzehrtesten Früchte weltweit sein. In verschiedenen medizinischen Ansätzen wird die Mango hauptsächlich als verdauungsregulierende und halsberuhigende Frucht eingesetzt.

Für eine gesunde, ausgewogene Ernährung bietet es sich an die Mango gelegentlich in den Speiseplan einzubauen, so profitieren sie vom leckeren Geschmack und tun ihrem Körper Gutes.

Mango für die Gesundheit- wie gesund ist Mango?

Abnehmen mit Mango

Achtung! Mango enthält relativ viele Kalorien. Deshalb mach die Menge die Gesundheitswirkung aus.

  • Zu viel Mango kann zu Übergewicht beitragen.

Als Ersatz für Süßigkeiten z.B. als Dessert, kann die Mango jedoch sogar beim Abnehmen helfen:  Eine ballaststoffreiche Ernährung wird bei Übergewicht und Fettleibigkeit gerne als Mittel eingesetzt um das Gewicht zu reduzieren.

Laut verschiedener Studien, soll besonders bei adipösen Menschen, eine zusätzliche Dosis Ballaststoffe, stark gewichtsreduzierend wirken. 8 Seriöse Untersuchungen, auch wissenschaftliche Studien zur Fettverbrennung und die Wirkung von Mangos darauf, wären wünschenswert. Es wird vermutet, dass Mango die Fettverbrennung unterstützen kann.

Erkältungen und Atemwegserkrankungen- Immunsystem stärken

Vitamin C spielt eine große Rolle für unseren Körper. Es soll immunstärkend wirken und dem Körper bei Erkältungen und Atemwegserkrankungen helfen, die Ursache schneller zu bekämpfen.

Auch in Ergebnisse, welche 2006 zusammengefasst wurden, bestätigen diese Annahme. Hier wird erläutert, dass eine ausreichende Vitamin C und Zink Aufnahme sowohl Symptome einer Atemwegsinfektion mildert, als auch die Dauer verkürzt. 7

Mango für die Knochengesundheit

Das in Mango reichlich enthaltene Vitamin K, steht in hoher Verbindung zur Knochenmarksdichte, welche bei einem Mangel, das Frakturrisiko erhöhen kann. In einer 2003 veröffentlichten Zusammenfassung wird die Aufnahme Vitamin K über die Nahrung näher betrachtet und Ergebnisse präsentiert.

In den dargestellten Studien hat die niedrige Vitamin K Aufnahme das Frakturrisiko, besonders bei Frauen, erhöht. Der Schwerpunkt lag hier bei Hüftfrakturen. 6

Gehirnfunktionen unterstützen- Alzheimer vorbeugen

Wer unter Vitamin B6 Mangel leidet, kann seine Gehirnfunktion schädigen. Mango enthält viel Vitamin B6, welches im Körper verschiedene Stoffwechselfunktionen und die Produktion von Neurotransmitter im Gehirn unterstützt.

Die Gehirngesundheit wird beeinflusst. Besonders ältere Menschen sollten Vitamin B6 Mangel vermeiden und auf eine Vitaminreiche Ernährung achten. 5

Verdauung anregen und unterstützen

Die zahlreichen Ballaststoffe in der Mango unterstützen ganz natürlich die Verdauung. Sie wirken stuhlanregend und sollen sogar Auswirkungen auf Magen-Darm-Erkrankungen wie Geschwüre, Verstopfung und Hämorrhoiden haben. 8

Krebsrisiko verringern

Die hohe Menge an Ballaststoffen, welche z.B. zahlreich in der Mango vorkommen sollen positive Auswirkungen auf das Risiko haben, an Herz-Kreislauferkrankungen und verschiedene Krebsarten zu erkranken. Zu dieser Schlussfolgerung kommen Forscher in einer Studie, welche sich mit den gesundheitlichen Wirkungen von Ballaststoffen beschäftigt hat. 4

Eine Ballaststoffreiche Ernährung kann also empfohlen werden und Mango kann dazu in hohem Maße beitragen.

Blutzuckerregulierung

Mangos sollen den Blutzuckerspiegel senken bzw. konstant halten. Durch die Fasern in ihrem Fruchtfleisch wird die Mango teilweise nicht komplett verdaut, was zu einer langsameren Aufnahme von Zucker führt. In 2014 veröffentlichten Studienergebnissen wurde festgestellt, dass Mango den Blutzuckerspiegel bei Personen mit Übergewicht verbessern kann.

Es wird beschrieben, dass die vielen Ballaststoffe, die Kohlenhydratverdauung reduzieren und so weniger Glukose aufgenommen wird. Regelmäßiger Verzehr von Mango hat also auf den Blutzuckerspiegel adipöser Erwachsener, positive Auswirkungen. 3

Langzeitstudien, welche die Auswirkung von Mangoverzehr auf gesunde Menschen hat wäre wünschenswert.

Nebenwirkungen

Haben sie eine Allergie gegen Pistazien oder Cashewnüsse? Dann ist auch bei der Mango Vorsicht geboten. Alle drei stammen aus der gleichen Familie. Allergien gegen Mango können also durchaus auftreten. Typische Allergieerscheinungen wie Juckreiz, Atemnot, Hautrötungen und Halsschmerzen können darauf hinweisen.

Die Schale der Mango sollte, aufgrund von Urushiol, nicht gegessen werden. Dieser Stoff kann ebenfalls Allergiesymptome hervorrufen.

Mango hat im Vergleich zu anderen Früchten viele Kalorien. Nehmen sie deshalb nicht zu viel Mango zu sich. Nutzen sie besser die Mango als süße, gesunde Nachspeise.

Bärlauch


Schnelle Fakten zu Bärlauch

  • ENTGIFTUNG DES KÖRPERS, STÄRKUNG DER DARMFLORA UND BLUTDRUCKSENKENDE EIGENSCHAFTEN
  • BÄRLAUCH UND ANDERE PFLANZEN AUS DER ALLIUM-FAMILIE KÖNNEN ALS NATÜRLICHES ANTIBIOTIKUM WIRKEN
  • MIT SEINEM LECKERN, KNOBLAUCHARTIGEN GESCHMACK IST ER VIELSEITIG IN DER KÜCHE EINSETZBAR.
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Bärlauch Steckbrief

Eigenschaften:winterhart, mehrjährig, desinfizierend, schleimlösend, antibakteriell, antimykotisch, entgiftend, blutdrucksenkend, immunstärkend, harntreibend
Behandlung:Bakterielle Infekte, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Darmerkrankungen, Blähungen, Darmpilze, Entgiftung der Körpers, als Desinfektionsmittel im Haushalt geeignet
Astrologische ZuordnungMond, Mars, Neptun
Blütezeit:Mai bis Juni mit strahlend weißen Blüten
Sammelzeit:vor der Blüte von März bis Mai (danach verliert er an Aroma und sollte nicht mehr geerntet werden)
Wissenschaftlicher Name:Allium ursinum
Standort:Halbschatten mit kalkhaltigem Boden
Volksmund:Hexenzwiebel, Waldknoblauch,
Inhaltsstoffe:Bärlauchöl, Adenosin, Vitamine, Kalium, Magnesium, Eisen, Jod, ätherische Öle, Biokatalysatoren, Aminosäuren, Saponine, Flavonoide, Schleimstoffe, Schwefelverbindungen
Unterstützende Edelsteine:Karnerol, Magneror, Onyx
Verwendbare Teile:Blätter, Zwiebel, Stängel und Blüten
Pflanzentyp:Gehört zu der Familie der Liliengewächse

Wirkung  und Was  Bärlauch so Gesund macht

 Stärkung des Imunsystems- Bärlauch als Kraftgeber gegen Frühjahrsmüdigkeit

Viele Menschen kämpfen nach einem langen Winter gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Bärlauch hilft uns wieder fit zu werden und neue Kraft zu tanken. Durch seinen hohen Anteil an Vitamin C und Eisen wirkt er belebend und kraftgebend.

Er reinigt unser Blut, stärkt unser Immunsystem und unseren Darm. Neben Bewegung an der frischen Luft, kann uns Bärlauch helfen, wieder in Schwung zu kommen. Ich empfehle eine Frühjahrskur mit einer selbstgemachten Bärlauchtinktur

Positive Auswirkung auf die Herz-Kreislauf Gesundheit

Wer Probleme mit Blutdruck und Cholesterinspiegel hat, sollte auf Bärlauch nicht verzichten. Er wirkt blutreinigend, senkt den Blutdruck und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Knoblauch und seine Verwandten haben in Studien der Universität Oxford nachweislich Cholesterinwerte um ca. 10-15% gesenkt. 1

Entgiftung des Körpers

Bärlauchöl, welches in hohem Maße im Bärlauch vorkommt, wirkt sich positiv auf die Arbeit unseres Magen-Darm-Trakts aus. Auch die Galle, welche für die Entgiftung des Körpers eine zentrale Rolle spielt, wird angeregt. Besonders zu empfehlen nach einer Antibiotikabehandlung, um das Darmgleichgewicht zu fördern und eine gesunde Darmflora wiederherzustellen.

Natürliches Antibiotika

In manchen Fällen kann durch den Verzehr von Bärlauch und anderen Pflanzen aus der Allium-Gruppe, wie Knoblauch, auf ein Antibiotikum verzichtet werden. Forscher der Universität Washington State fanden heraus, dass die Wirkstoffe aus den Pflanzen  100-fach effektiver wirken, als das am zweithäufigsten genutzte Antibiotika bei Darmbeschwerden (Campylobacter). 2

Magenkrebs Risiko wird Verringert

Laut einer Studie der Universität Cheng-du (China) verringert ein hoher Verzehr von Allium-Gemüsearten, zu der auch Bärlauch zählt, das Risiko einer Magenkrebserkrankung.  3

Verwendung in der Küche

Bärlauch wird mit seinem knoblauchähnlichen Geschmack gerne in Suppen, Salaten und Gemüsegerichten verwendet. Dabei können alle Pflanzenteile genutzt werden und man kann ihn sowohl roh als auch gekocht genießen. Als Bärlauchbutter, Aufstrich oder in Saucen schmeckt er wunderbar.

Es lohnt sich nicht nur die Blätter, sondern auch die Blüten und Zwiebeln zu genießen. Durch die kurze Saison bietet es sich an, ihn  zu verarbeiten und  haltbar zu machen. Bärlauchpesto ist hier die sinnvollste Möglichkeit. Auch einfrieren ist möglich, leider leidet der intensive Geschmack.

Rezept Bärlauchpesto

Zutaten für 4 Gläser:

  • 100g Bärlauch
  • 100g Pinienkerne (alternativ können auch Walnüsse oder Kürbiskerne verwendet werden)
  • 175g Rapsöl
  • 100g Parmesan
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Bärlauch gut waschen und trockentupfen. Zusammen mit den Pinienkernen in einen Mixer oder Mörser geben und gut zerkleinern. Rapsöl und fein geriebener Parmesan hinzugeben und gut vermengen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Tipp: in Luftdicht verschließbaren, kleinen Gläsern hält sich das Pesto am besten. Dafür Masse einfüllen und nochmals mit einer dünnen Schicht Öl bedecken. Glas gut verschließen. So ist es im Kühlschrank gelagert ca. 4-8 Wochen haltbar. Gläser können auch eingefroren werden, so wird die Haltbarkeit deutlich verlängert.

Rezept Bärlauchsuppe

Besonders empfehlen kann ich unsere Bärlauchsuppe mit Croutons. Hier kommt der Bärlauchgeschmack super zur Geltung! 

Rezept Bärlauchquark

Auf´s Brot schmeckt Bärlauchquark aus Blättern und Blüten super! Ein Muss in der Bärlauchsaison. Bald hier >>

Sind Bärlauchzwiebeln essbar?

JA! Sie sind sogar geschmacklich sehr intensiv und voller Nährstoffe! Es lohnt sich also auch mal eine Bärlauchpflanze zu stechen und die Zwiebel, beispielsweise roh aufs Butterbrot zu genießen.

Gefahren Beim Verzehr

 Verwechslungsgefahr- Maiglöcken und Herbstzeitlose

Bärlauch sieht einigen giftigen Pflanzen äußerst ähnlich. Die Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Aronstab sind sehr hoch. So sollten sie genau hinschauen und auch ihre Nase einsetzen.

So erkenne ich Bärlauch

  • Knoblauchähnlicher Geruch- hierfür jedes Blatt zwischen den Fingern zerreiben
  • Glatte grüne Blätter, die jeweils aus einem Stängel wachsen.
  • Achtung! Maiglöckchen haben eine leicht wellige Blattstruktur und meist wachsen zwei Blätter aus einem Stängel und umfassen Diesen. Hier genau hinschauen.
  • Achtung! Auch die Blätter der Herbstzeitlosen spießen im Frühjahr aus dem Boden. Hier sitzen meist mehrere Blätter am Stängel.
  • Achtung! Aronstab wächst meist mitten im Bärlauch. Auch wenn die Blattform sich deutlich unterscheidet, wenn man nicht jedes Blatt einzeln anschaut kann es passieren, dass man ein Aronstabblatt erwischt.

Fuchsbandwurm

Bärlauch kommt in der Natur häufig vor, er kann aber  auch im eignen Garten angebaut werden. Beim Sammeln im Wald stellen sich viele die Frage nach der Gefahr des Fuchsbandwurms. Die Eier dieses Wurms, welche mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, werden durch Tierkot (Fuchs, selten auch Hund, Dachs, Katze, Marder) auf Wildkräuter übertragen. Bei Nichteinhaltung von empfohlenen Sicherheitsregeln können sie auch auf den Menschen übergehen. Gerade weil Bärlauch oft roh verzehrt wird ist hier Vorsicht geboten. Eine Gefahr ist also vorhanden, kann aber minimiert werden, wenn folgende Regeln eingehalten werden:

  • Bärlauch vor Verzehr gut waschen
  • einzelne Blätter mit der Hand abreiben
  • Erhitzen bzw. Kochen des Bärlauchs ist die sichererste Zubereitungsvariante
  • auch gekauften Bärlauch gut waschen, da auch Bärlauchfelder aus Kultivierung meist nicht eingezäunt sind und auch hier Wildtiere Zugang haben.

Nebenwirkungen

Neben der Infektion mit dem Fuchsbandwurm gibt es weitere Nebenwirkungen, welche beim Verzehr von Bärlauch zu beachten sind:

Allergische Reaktionen:

Eine Lebensmittelallergie kann auch bei Bärlauch, Knoblauch und Co. auftreten und ist eine der häufigsten Nebenwirkungen. Eine Allergie gegen Bärlauch kann sich durch Hautauschlag, Nesselsucht, Atemnot, Erbrechen und Durchfall äußern.

Mundgeruch und Körpergeruch:

Nach dem Verzehr von  Bärlauch lässt sich häufig ein leichter unangenehmer Mund- und Körpergeruch feststellen. Die Schwefelbestandteile des Bärlauchs entweichen durch den Atem- und Schweißdrüsen und setzen sich so im Körper sowie im Mund fest. Allerdings ist die Stärke der Ausdünstungen, durch das Chlorophyll im Bärlauch, deutlich geringer als beispielsweise beim Duftbruder Knoblauch.

Blutverdünnende Wirkung:

Bärlauch wirkt  neben blutreinigend auch leicht blutverdünnend. Deshalb sollten Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, vorsichtig im Verzehr mit Bärlauch und seinen Verwandten sein.

Übermäßige Anregung der Verdauung:

Bärlauch wirkt anregend auf den Magen-Darm-Trakt. Dies hat viele Vorteile, kann aber bei übermäßigem Verzehr oder empfindlichen Menschen zu Durchfall Magenschmerzen und Erbrechen führen.

Bärlauchverzehr in der Schwangerschaft

Die oben aufgeführten Nebenwirkungen sind besonders für Schwangere und Stillende Frauen gefährlich.  Deshalb wird in Schwangerschaft und Stillzeit von Bärlauchverzehr abgeraten!

Ist es Erlaubt Bärlauch in der Natur zu Ernten?

Im Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 3) ist mir der Handstraußregelung festgelegt, dass Kräuter, Pilze und Beeren in geringen Mengen, für den Eigenbedarf gesammelt werden dürfen. 4

Es stellt also in den meisten Regionen kein Problem dar, Bärlauch für die Eigenverwendung zu sammeln. Bitte informieren sie sich ob der Bärlauch, in ihrer Gegend, auf der Liste der geschützten Pflanzenarten steht. Sie sind von der Hausstraußregelung ausgeschlossen. Auch in Naturschutzgebieten sollte man nicht sammeln.

Erntezeit

Bärlauch wird meist vor der Blütezeit, also von März bis Mai geerntet. Blühender Bärlauch verliert sein typisches Knoblaucharoma, die Blätter werden zunehmend härter und geschmacklich schärfer.

Blühender Bärlauch ist jedoch nicht giftig.

Gartenkultivierung

Bärlauch vermehrt sich sehr schnell durch Selbstaussaht. So kann er im eigenen Garten gut kultiviert werden. In den ersten Jahren nach der Aussaat, sollte sparsam geerntet werden, sodass sie Pflanze gut wächst und stark wird. Bei älteren Pflanzen bedarf es Pflege im Frühling und Sommer, damit er sich nicht zu stark im Garten ausbreitet. Der ideale Standort ist ein begrenzter, schattiger bis halbschattiger Platz mit kalkhaltigem Boden. Bärlauchpflanzen bevorzugen besonders im Herbst einen feuchten Boden, sodass eine Laubbedeckung von Vorteil ist.

Herbst: erste Aussaht

  • Winter: Bärlauch ist winterhart, die Pflanze muss nicht geschützt werden. Eine Frostperiode ist sogar für das Wachstum der Pflanzen wichtig.
  • Frühling: der Bärlauch keimt, je nach Platz und Wuchs sollten einige Pflanzen entfernt werden. Ernte von März bis Mai.
  • Sommer: große und kräftige Pflanzen können geteilt werden

Leinöl

Schnelle Fakten zu Leinöl

  • Als eines der gesündesten  Öle überhaupt, gehört Leinöl unbedingt zu einer gesunden Lebensweise dazu. Viele gesunde Fettsäuren wie die Alpha-Linolensäure und andere wichtige Nährstoffe machen es so beliebt.
  • Wenn sie regelmäßig Leinöl verzehren, können sie so ihre Herzgesundheit, ihre Haut, ihre Darmgesundheit und ihr Gehirn stärken.
  • Aber Achtung! Leinöl wird schnell schlecht und sollte dann nicht mehr verzehrt werden. Achten sie auf die richtige Lagerung.
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Leinöl oder Leinsamenöl- Was ist es und woher kommt es?

Leinöl oder auch Leinsamenöl genannt, ist eines der gesündesten Öle. Es enthält viele wichtige Nährstoffe und gesunde Fettsäuren.

  • Besonders der hohe Anteil an Omega 3 und 6 Fettsäuren machen das Leinsamenöl so beliebt.

Schon seit tausenden Jahren verwenden die Menschen Leinsamen und in der Antike wurde es bereits als Medizin für Husten und bei Bauchschmerzen eingesetzt.

Leinöl und Leinsamen-Ist es das Gleiche?

Leinsamen, sind die Samen der „Linum usitatissimum“, der Leinsamenpflanze. Sie wird auch Flachs oder Dreschlein genannt und kennzeichnet sich durch ihre tollen, hellblauen Blüten. Die Leinsamen werden aus den ovalen Kapseln der Pflanze gewonnen.

Diese werden dann weiterverarbeitet und gepresst. So entsteht das Leinöl oder auch Leinsamenöl. Leinsamen enthalten viele Proteine und Ballaststoffe, regen dabei die Verdauung an und sollen sogar den Appetit mindern.
3

Leinsamen haben ein reichhaltiges Nähstoffprofil, hier ein kleiner Einblick:

Angaben pro 100g:
2

Nährwertangaben
1 Portionen pro Packung
Portionsgröße 100

Menge pro Portion
Kalorien 534
% Tageswert*
Gesamtfett 99,5g 124%
Gesättigte Fettsäuren 3,7g 15%
Trans Fat 0,1g
Cholesterin 0mg 0%
Natrium 30mg 2%
Gesamtkohlenhydrate 0g 0%
Ballaststoffe 0g 0%
Gesamtzucker 0g
Enthält g zugesetzten Zucker 0%
Eiweiß 18,3g

Vitamin D 5,7mcg 25%
Calcium 255mg 20%
Eisen 5,7mg 28%
Kalium 813mg 18%

Tägliche Prozentwerte basieren auf einer Diät mit 2.000 Kalorien. Ihre täglichen Werte können je nach Kalorienbedarf höher oder niedriger sein.

 

Kein Wunder also, dass Leinsamenöl auch so gesund ist und zahlreiche gesundheitliche Vorteile mitbringt.

Gewinnung und Herstellung

Leinöl wird aus Leinsamen hergestellt. Durch Pressung und Mahlen wird das Fett im Leinsamen freigesetzt. Sie bestehen fast zur Hälfte aus Fett, deshalb ist die Pressung von Leinöl sinnvoll und ergiebig.

Es gibt verschiedene Herstellungsvarianten von Leinöl, am gesündesten und schonendsten ist die Kaltpressung. Bei der Heißpressung werden hohe Temperaturen und Wasser genutzt. Hier verliert das Leinöl an Wirkungskraft und wird auch meist raffiniert. Es ist also nicht zu empfehlen.

Wo kann ich Leinöl kaufen?

Gute Qualität erkennen- Bio empfehlenswert

Kaufen sie Leinöl immer in guter Qualität und achten sie auf Frische. Je frischer das Öl gepresst wurde, umso mehr gesunde Inhaltsstoffe sind noch darin enthalten.

Ein deutsches oder andere bekannte Biosiegel sind empfehlenswert, hier sind meist weniger Schadstoffe enthalten. Kaufen können sie Leinöl in Drogerien, Supermärkten oder Online. Das Angebot ist riesig.

Test Leinöl

Die Stiftung Warentest hat 2015 Leinöle getestet. Dabei schnitt nur ein Öl gut ab.  Alle anderen hatten kleine Geschmacksfehler oder Schadstoffe enthalten. Laut Stiftung Warentest ist das Alnatura Bio-Leinöl sehr zu empfehlen.
1

Es gibt verschiedene Tests und Vergleichsseiten, achten sie auf Seriosität und vergleichen sie die Ergebnisse.

Haltbarkeit Leinöl

Hohe Verderblichkeit-Wie lange kann man Leinöl verwenden?

Leinöl wird sehr schnell schlecht. Es kann oxidieren und schmeckt zunehmend bitterer, je älter es ist. Einen Monat nach Öffnung sollte es verbraucht sein.

Kann Leinöl schlecht werden?

JA! Leinöl wird schnell schlecht. Achten sie beim Kauf unbedingt auf ein langes Haltbarkeitsdatum oder erst kurz zurückliegendes Produktionsdatum. Umso frischer, desto gesünder ist das Öl. Ist das Öl mit Sauerstoff oxidiert ändert es seinen Geschmack und wird ranzig.

Schmeckt ihr Öl bitter und ungenießbar, verzehren sie es nicht mehr! Es kann sich negativ auf ihren Darm und Magen auswirken.

Perfekte Lagerung

Lagern sie Leinöl stets kühl. Wenn sie angebrochen ist, soll sie am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Inhaltsstoffe Leinöl – Kalorien, Omega 3

90 % des Leinöls bestehen aus gesunden, ungesättigten Fettsäuren. Weil der Körper sie nicht selbst herstellen kann, sind sie so wichtig für uns! Der Anteil an Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren liegt bei ca. 55 %. Auch viele Vitamine und Lignane sind enthalten. Diese Lignane sind Verbindungen, welche als Abwehrstoffe gegen Erkrankungen gelten.

  • Besonders nennenswert ist der Anteil der Alpha-Linolensäure (ALA). Mit nur einem Esslöffel Leinöl können sie den täglichen Bedarf abdecken.

Eine gute und intensiv erforschte Omega 3 Quelle ist das Fischöl, welches entzündungshemmend wirkt und die Herzgesundheit verbessern soll. Leinöl ist durch seinen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine tolle Alternative für alle die sich rein pflanzlich Ernähren oder kein Fisch bzw. Fischöl zu sich nehmen wollen.

In einer wissenschaftlichen Zusammenfassung wird dies deutlich:

„Leinsamen ist eine der reichsten pflanzlichen Quellen der ω-3-Fettsäure, dh α-Linolensäure (ALA)“ (Gebauer et al. 2006 ; Tonon et al. 2011 ) und Lignane (Phytoöstrogene) (Singh et al. 2011 ).
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Gesundheitsfördernde Wirkung- Für was ist Leinöl gut?

Verdauung- Verstopfung und Durchfall

Leinsamen sind als natürliches Abführmittel bzw. Darmanregung bei Verstopfung bekannt. Eine pakistanische Forschergruppe bestätigt diese Annahme und erkannten in ihren Untersuchungen eine Doppelwirkung von Leinsamen. Es hilft sowohl bei Verstopfung, als auch bei Durchfall. Leinsamenöl und Schleim wirkten hier, an Mäusen, sowohl abführend, als auch Stuhlfestigend.
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Herzgesundheit stärken

Leinsamenöl senkt den Blutdruck und ist so gut für unsere Herzgesundheit! Zu diesem Ergebnis kam eine Vergleichsstudie der Universität Athen. Die Omega 3 Fettsäure ALA zeigte hier eine blutdrucksenkende Wirkung im Vergleich zu LA.
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Hoher Blutdruck belastet unser Herz sehr und kann ihm schaden.

Auch in der Veröffentlichung verschiedener Studien wird der positive Effekt auf die Herz-Kreislauf- Gesundheit bestätigt:

Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf mehrere kardiometabolischen Risikofaktoren aus, darunter Lipide, Blutdruck, Gefäßreaktivität und Herzfunktion.“
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Auch auf die Arterien und die Gefäßfunktion sollen die Omega3 Fettsäuren positive Effekte haben.
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Hautgesundheit verbessern

Leinsamenöl kann helfen unsere Haut zu verbessern. Durch Leinsamenöl wurde, in einer Studie an weiblichen Teilnehmerinnen, eine Verminderung der Hautempfindlichkeit festgestellt.

Auch war die Haut glatter und weniger schuppig, dazu konnte eine höhere Hautfeuchtigkeit festgestellt werden. Das Leinöl wurde in dieser Studie eingenommen.
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Entzündungen hemmen bei Übergewicht

Bei der Recherche zu verschiedenen Studien konnten wir feststellen, dass Leinsamenöl nicht generell stark entzündungshemmend wirkt. Allerdings stellte eine interessante Studie fest, dass es in Verbindung mit Übergewicht, durchaus entzündungshemmend wirkt.

  • Es senkt die Menge eines Proteins, welches ein Indikator für Entzündungen darstellt.
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Allerdings konnte dieser Effekt nur bei adipösen Menschen festgestellt werden und kann sich noch nicht verallgemeinern lassen. Den Ursachen und Wirkungsweisen müssen hier noch näher auf den Grund gegangen werden.

Krebs

An Tierversuchen wird aktuell die Wirkung von Leinsamenöl auf Krebszellen untersucht. In Einer Studie, deren Ergebnisse vom Institut für traditionelle Medizin, Beijing veröffentlicht wurde, zeigen die krebshemmende Wirkung bei Ratten, welche täglich eine Leinöldosis erhielten.
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Die Bildung von Lungentumoren wurde reduziert. Auch kamen sie zu den Ergebnissen, dass es die Ausbreitung eindämmt und verhindern kann.

Auch bei Dickdarmkrebs soll Leinöl laut einer Studie von 2011 helfen, diesen zu verringern.
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Weitere Studien und Forschungen wären sinnvoll, um diese Ergebnisse sicher auf den Menschlichen Organismus zu übertragen.

Schutz des Gehirns

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche in Leinöl vielfach vorkommen, schützen das Gehirn beim Alterungsprozess. Zu diesen Ergebnissen kamen Forscher in Untersuchungen, welche 2015 veröffentlicht wurden.
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Leinöl Anwendung- Was kann man mit Leinöl alles machen?

Leinöl in der Küche

Leinöl sollte nicht stark erhitzt werden, da es schädliche Stoffe bilden kann. Deshalb ist es als Bratöl nicht geeignet. In der Küche kann es dennoch gut eingesetzt werden, um Mahlzeiten gesund zu verfeinern. Als Öl in Salatdressings, in Suppen, Dips oder als Zutat in Saucen. Sein leicht nussiger Geschmack verfeinert und ist dabei so gesund.

Vegane und Vegetarische Ernährung

Für Vegetarier und Veganer, die keinen Fisch essen, ist Leinöl eine wichtige Quelle für Omega 3 und 6 Fettsäuren. Um diese in ausreichender Menge den Körper zuzugeben, bietet sich Leinsamenöl als pflanzliche Alternative sehr gut an!

Leinöl beim Abnehmen

Leinsamen sollen den Appetit mindern.
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Aus diesem Grund wird Leinöl und Leinsamen auch als Abnehmunterstützung angepriesen. Ebenfalls nachgewiesen ist, dass es sich auf unsere Verdauung positiv auswirkt, was das Abnehmen unterstützen kann.
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Auch durch die vielen gesunden, ungesättigten Fettsäuren bietet sich das Leinöl für eine ausgewogene Ernährung an. Auch beim Abnehmen braucht unser Körper diese gesunden Fette, welche er nicht selbst bilden kann.

Äußerliche Anwendung-Haut und Haar

Um die Haut zu verbessern kann Leinöl eingenommen werden. Aber auch äußerlich aufgetragen, schwören viele auf das gesunde Öl. Es gibt Feuchtigkeit und wirkt pflegend. Auch als Haarkur wird es verwendet. Geben sie hierfür das Öl vor dem Waschen in die Haare, kneten es ein und lassen es 20 Minuten einwirken. Ein Feuchtigkeits-Frischekick für unsere Haare!

Einnahme und Dosierung- Wie nehme ich Leinöl ein?

Leinöl

Viele Menschen nehmen das Naturprodukt Leinöl direkt ein oder verarbeiten es in Salatdressings oder Smoothies. Auch pur kann es eingenommen werden. Bitte achten sie auf eine gute Dosierung und Überdosieren sie nicht. Dies kann gesundheitsschädliche Auswirkungen haben.

  • Empfohlen wird 1 EL (ca. 10 g) Leinöl pro Tag und Erwachsenem.
  • Beginnen sie am besten mit einem Teelöffel pro Tag und steigern sie die Menge, wenn ihr Körper gut auf das Leinöl reagiert.
  • Bei Kindern ist die Dosierung je nach Körpergewicht sehr unterschiedlich.

Bitte sprechen sie hier ihren Kinderarzt auf eine Einnahme und passende Dosierung an.

Leinöl-Kapseln oder Pulver

Es gibt auch verschiedene medizinische Präparate und Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- oder Pulverform. Dabei gibt es viele Unterschiede. Manche Produkte sind mit reinem Leinöl befüllt, in anderen werden Linolensäure und Ölsäure aus Leinöl extrahiert.

Was für sie und ihren Körper, mit eventuellen Krankheiten am besten wirkt, besprechen sie bitte mit ihrem Arzt. Für die tägliche Anwendung empfehlen wir die direkte Ölvariante frisch zu sich zu nehmen.

Leinöl gesundheitsschädlich? – Nebenwirkungen und Gefahren der Wechselwirkung

Leinöl ist sehr gesund. Jedoch kann es unter Umständen auch gesundheitsschädlich sein. Starke Überdosierung und minderwertiges, altes Öl, welches oxidiert ist, stellt eine Gefahr dar.

Überdosierung

Eine dauerhafte Überdosierung ist schädlich für ihre Gesundheit. Mehr als zwei Esslöffel am Tag können schon negative Effekte haben. Beispielsweise kann die Verdauung gestört sein.

Oxidation

Magen und Darmprobleme können durch altes, ranziges, oxidiertes Leinöl auftreten. Bitte verbrauchen sie ihr Öl zeitnah und verzehren es bei bitterem Geschmack nicht mehr! Wenn es Kontakt zu Sauerstoff bekommt, oxidiert es nach gewisser Zeit und wird ungenießbar!

Cadmium

Das Schwermetall Cadmium kann in minderwertigem Leinöl in gesundheitsschädlichen Mengen vorkommen. Wenn der Boden belastet ist, kann es auf die Leinsamen übergehen und so auch im Öl landen. Achten sie auf gute Qualität und am besten sogar Biosiegel. Hier sind strengere Richtlinien und Kontrollen vorgesehen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, bei Medikamenteneinnahme, kann es durchaus geben. Bitte sprechen sie vor der Einnahme von Leinöl oder Leinölpräperaten mit ihrem Arzt, besonders bei folgenden Medikamentengruppen:

  • Cyclosporin bei Transplantationspatienten
  • Blutzuckersenkende Medikamente z.B. bei Diabetes
  • Blutverdünnende Medikamente

Leinöl in der Schwangerschaft

Schwangere und Stillende Mütter sollten viele Omega 3 Fettsäuren zu sich nehmen, um sich und das Kind optimal zu versorgen! Das Baby im Bauch braucht diese für seine Nervenzellen, die Sehentwicklung und die Gehirnentwicklung.

Neben einer gesunden Ernährung kann Fischöl oder Leinsamen mit hohem Omega 3 Gehalt eine gute Ergänzung sein. Leinsamen bietet sich für vegan oder vegetarische Frauen besonders gut an. Empfohlen wird jedoch besser geschrotete Leinsamen zu essen, statt dem Leinöl.

Es gibt es Hinweise darauf, dass Leinöl das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen kann. Verzichten sie deshalb besser darauf. Auf eine kleine Menge Leinsamen sollte allerdings nicht verzichtet werden.19

Bitte sprechen sie mit ihrer Frauenärztin über ihre Ernährungsweise und ob sie ggf. Zusatzpräparate benötigen.

Leinöl für Tiere- Pferd, Hunde und andere Kleintiere

Viele Tierbesitzer nutzen Leinöl auf für ihren Liebling. Auch die Vierbeiner können von den gesunden Fetten und deren Wirkung Nutzen haben. Es gibt Energie und versorgt Hunde und Pferde mit wichtigen Nährstoffen. Es kann dabei sehr gut ins Futter gegeben werden.

Auch auf das Fell hat Leinöl mit seinen Eigenschaften pflegende Wirkungen. Über die passende Dosis sprechen sie am besten mit ihrem Tierarzt. Je nach Körpergewicht werden Dosen von 5ml bis 20 ml pro Tag empfohlen.

Achtung! Für Katzen kann Leinöl giftig sein, geben sie ihnen kein Öl ins Futter!